Zum zweiten Mal wegen Plagiats verurteilt: US-Künstler Jeff Koons. - © AFP or licensors
Zum zweiten Mal wegen Plagiats verurteilt: US-Künstler Jeff Koons. | © AFP or licensors

Kultur Jeff Koons muss Schadenersatz zahlen

Plagiatsvorwurf: Werbemacher klagte gegen den US-Künstler und bekam Recht

Paris (AFP). In einem Streit um eine Schweineskulptur ist Jeff Koons wegen Plagiats zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Ein Gericht in Paris sah es als erwiesen an, dass Koons für seine Porzellanskulptur „Fait d’hiver“ bei einer Werbekampagne des Bekleidungsunternehmens Naf-Naf abgekupfert hatte. Das Gericht verurteilte den US-Künstler, dessen Firma sowie den Ausstellungsort Centre Pompidou zur Zahlung von insgesamt 135.000 Euro Schadenersatz an den Werbemacher Franck Davidovici. Die Skulptur – ein Schwein neben einer liegenden, halb nackten Frau – weist eine frappierende Ähnlichkeit mit der Kampagne auf, die Davidovici Mitte der 80er Jahre für Naf-Naf konzipiert hatte. Das Gericht verurteilte Koons Firma Jeff Koons LLC zudem zur Zahlung von 11.000 Euro an Davidovici, weil die Skulptur auf der Website des Künstlers gezeigt wurde. Der Verlag Flammarion muss seinerseits 2.000 Euro zahlen, weil er das Kunstwerk in einem Buch abgebildet hatte. Die von Davidovici geforderte Beschlagnahmung der Skulptur ordnete das Gericht aber nicht an. „Fait d’hiver“ war erstmals 1988 in einer New Yorker Galerie und anschließend in mehreren Ländern gezeigt worden. Von der Skulptur gibt es vier Kopien, eine davon brachte bei einer Auktion rund 4,1 Millionen Euro ein. Es ist nicht das erste Plagiats-Urteil gegen den US-Künstler.

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