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Sehr selten führen Behandlungsfehler zu Urteilen gegen Mediziner. - © imago images/Westend61
Sehr selten führen Behandlungsfehler zu Urteilen gegen Mediziner. | © imago images/Westend61

Patientenrecht So hilflos sind Patienten bei Arztfehlern

Sehr selten führen Behandlungsfehler zu Urteilen gegen Mediziner. Für die Betroffenen sind die juristischen Hürden so hoch, dass sie ihr Recht kaum durchsetzen können. Die GroKo wollte das ändern.

Tim Szent-Ivanyi
19.11.2019 | Stand 19.11.2019, 14:01 Uhr

Berlin. Irgendwann in jenen dramatischen Tagen im Frühjahr 2014 verliert Renate Grandzinski jegliche Zuversicht. Sie kann nicht mehr, bricht zusammen. „Ich dachte, ich verliere meinen Mann", erinnert sich die heute 75-Jährige. Klaus Grandzinski liegt zu diesem Zeitpunkt in einem Krankenhaus, er ist verwirrt, verfällt körperlich immer weiter – doch niemand weiß, was ihm fehlt. Nur ein kleiner, eigentlich harmloser Eingriff war vorgenommen worden. Doch jetzt geht es um Leben und Tod. Schon früh hatte Renate Grandzinski den Verdacht, dass bei der OP irgendetwas schiefgelaufen sein muss. Aber sie rennt gegen eine Mauer des Schweigens und des Desinteresses.

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