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Verendetes Vieh: Afrika trifft die Folgen des Klimawandels besonders hart. - © picture-alliance/ dpa
Verendetes Vieh: Afrika trifft die Folgen des Klimawandels besonders hart. | © picture-alliance/ dpa

Humanitäre Katastrophe Ärzte richten dramatischen Klima-Appell an Bundesregierung

16.10.2019 | Stand 16.10.2019, 10:48 Uhr

Berlin (epd). Hilfs- und Ärzteorganisationen fordern die Bundesregierung in einem dramatischen Appell auf, mit weitreichenden Maßnahmen eine Erderwärmung von mehr als 1,5 Grad Celsius zu verhindern. „Als humanitäre Organisationen erleben wir täglich, wie Umweltfaktoren humanitäre Notsituationen verschlimmern", heißt es in einem am Mittwoch in Berlin veröffentlichten gemeinsamen Aufruf von Ärzte der Welt, dem Deutschen Roten Kreuz, Ärzte ohne Grenzen, der Ärztekammer Berlin und Greenpeace. Demnach ist die Klimakrise nicht nur eine ökologische, sondern auch humanitäre Katastrophe, deren Folgen bereits heute spürbar seien. Die Organisationen veröffentlichten ihren Aufruf anlässlich eines am Donnerstag beginnenden Kongresses zu Theorie und Praxis der humanitären Hilfe. Er steht unter dem Motto „A Perfect Storm - Humanitarian Impacts of Climate Change". "Ärmere Länder unterstützen" Klimawandel und Umweltzerstörung entschieden entgegenzutreten, sei „nicht nur ein Akt der Solidarität, sondern unsere gemeinsame Verantwortung", heißt es weiter in dem Appell. Die Bundesrepublik müsse ihre eigenen Emissionen viel stärker als geplant reduzieren und zugleich ärmere Länder dabei unterstützen, sich gegen die Auswirkungen des Klimawandels zu wappnen und ihre Wirtschaft klimafreundlich weiterzuentwickeln. Es seien vor allem „die reichen Länder des Globalen Nordens, die das Klimaproblem mit ihrem enorm hohen CO2-Ausstoß der vergangenen Jahrzehnte" maßgeblich verursacht hätten, hieß es weiter. Die Industriestaaten ließen jedoch die von der Erderwärmung besonders betroffenen Menschen häufig im Stich, kritisieren die Ärzte- und Hilfsorganisationen.

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