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NW-Team Ötztaler Platzierung und Zeit sind Volker Stüwe plötzlich völlig egal

Die Zieluhr bekommt er dennoch schon nach zehn Stunden zu sehen

Volker Stüwe
04.09.2015 | Stand 03.09.2015, 15:54 Uhr |

Mein liebes Tagebuch, die letzte Woche ist mal wieder wie im Flug vergangen. Zum Radfahren hatte ich keine Zeit. Nun ja Sonntag halt ein wenig... Am Freitag bin ich mit meiner Tochter Laura zu unserem Sommerfest in die Fabrikstrasse/Brackwede geradelt. Laura (10) machte richtig Druck über den Berg. Auf dem Betriebsgelände der RTS GmbH zeigte sich mein Arbeitgeber Dirk Schaumburg mal wieder von seiner besten Seite (ich kenne übrigens auch nur diese). Ganz toll war das Video, welches mein Chef in Kasachstan gedreht und hier zuhause geschnitten hat. Ein ganz toller Abend mit meinen Kollegen. Samstag ging es dann recht früh mit dem gesponserten Firmenbulli mit Andreas und Lui nach Sölden. Dort angekommen, eingecheckt und Startnummer abgeholt. Gemeinsam mit NW-Teamkollegen und Frauen gut gegessen. Sonnntag, 30. August, Geburtstag von Teamkapitän Torsten Ziegler und Ötztaler Radmarathon. Super Stimmung! Jörg Ludewig bringt uns zum Start. Wetter vom Allerfeinsten... Baff...es geht los. Ziegler geht ran wie Natter...noch keine fünf Kilometer und Ziegler fährt im Wind Attacke. Hut ab! Da kann ich nicht dranbleiben. Er lässt sich zurückfallen und fragt: Hey, wo bleibst Du? Ob Torsten wohl weiß, dass wir heute 230 Kilometer und 5.500 Höhenmeter machen, frage ich mich.Geil, dabei zu sein Da ich ja nun mal so gar nicht weiß, was auf mich zukommt , fahre ich recht locker. Es macht mir viel Freude. Recht häufig werde ich überholt, doch das stört mich überhaupt nicht. Komisch, denn eigentlich bin ich eher der Typ, der jede Attacke mitfährt. Mir ist plötzlich die Platzierung oder die Zeit völlig egal. Es ist einfach nur geil, hier dabei zu sein. Ab Kilometer 120 bekomme ich Krämpfe in den Oberschenkeln. Dann auch noch in den Waden. Und irgendwie begleiten die mich auch noch die nächsten 120 Kilometer mal mehr und mal weniger. Bei 99.9 km/h Topspeed hört mein Tacho auf zu zählen. Schade, denn ich hätte gern gewusst, ob ich schneller als Andreas bin (106). Plötzlich bin ich auch schon im Ziel. Der Tag ging schnell rum. 10 Stunden zeigt die Zieluhr. Glückselig sitze ich mit unserem leider verletzten Teamkollegen Michael Luismeier im Ziel und beobachte das Geschehen. Markus und Christoph sind vor mir angekommen. Udo, Andreas, Torsten, Michael und Steffi sind noch auf der Piste.Ein großartiger Teamabend Beim Sitzen im Zielbereich stelle ich eine gewisse Müdigkeit fest und ziehe mich zurück. Nach dem Duschen haue ich mich hin. Wenn Andreas (wir teilen uns ein Doppelzimmer) nicht gekommen wäre, hätte ich wahrscheinlich durchgeschlafen. Was für ein Glück, denn der Abend nach dem Rennen mit dem Team Alpecin und NW-Team Ötztaler war großartig und es wäre schade gewesen, diesen verschlafen zu haben. Jörg Ludewig (Hammertyp) hatte uns eingeladen. So, Freunde des Radsports, hier an dieser Stelle noch ein dickes „Danke schön“ an all die „Wasserträger“ die dieses Projekt überhaupt erst möglich gemacht haben. Mal wieder eine Erfolgsgeschichte made by OWL. (Power and style) Bleibt fröhlich!

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