0

NW-Team Ötztaler Udo Möller würde es noch einmal machen

Das Verpassen der Zielvorgabe ist Ansporn für neue Aufgaben

Udo Möller
04.09.2015 | Stand 03.09.2015, 15:37 Uhr |

Was war das am Sonntagmorgen in der Frühe für ein Erlebnis vor dem Startschuss zu dem Ötztal-Radmarathon. Vor dem Start erst noch die Gruppenfotos von unserem Team dann die Startaufstellung in einer der ersten Startblöcke. Da kann man schon Gänsehaut bekommen zumal über uns noch zwei Hubschrauber kreisten, denn jetzt konnte es mit dem Start nicht mehr lange dauern. Bis dahin war ich noch guter Dinge, da ich unter 10 Stunden fahren wollte. Zum Kühtai -Pass hoch lief es eigentlich gut. Als ich oben angekommen war, habe ich mich gleich in die Abfahrt gestürzt, mit Geschwindigkeiten bis zu 95 km/h. Nach dem zweiten Anstieg hoch zum Brenner wurde mir bewusst, dass ich mein Ziel unter 10 Stunden zu fahren, nicht erreichen werde, weil es mit einmal nicht mehr so gut lief und ich musste noch den Jaufenpass und das Timmelsjoch überwinden. Am Jaufenpass musste ich das erste Mal vom Rad absteigen, da ich Krämpfe am linken Fuß bekam. Zudem stiegen die Temperaturen doch merklich an. Am Timmelsjoch musste ich dann noch drei Mal vom Rad wegen der Krämpfe am linken Fuß und auch wegen körperlicher Ermüdung.Aufgeben kommt nicht in Frage Aber aufgeben kam für mich nicht in Frage und so habe ich das Timmelsjoch überglücklich überquert. Nach Sölden ging es mit Ausnahme eines kleineren Gegenanstiegs von 200 Höhenmetern nur noch bergab. Im Ziel wurde ich schon von meiner Frau erwartet, die mich überglücklich in die Arme nahm, dass ich es geschafft hatte. Ich wurde schon gefragt: Würdest du das noch mal machen. Natürlich, ich will doch meine Zeit verbessern.

realisiert durch evolver group