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Gerry Weber Open

Federer und Nadal greifen heute ins Turniergeschehen ein

VON STEPHANIE FUST
12.06.2014 | Stand 12.06.2014, 09:45 Uhr
French-Open-Sieger Rafael Nadal. - © FOTO: SARAH JONEK
French-Open-Sieger Rafael Nadal. | © FOTO: SARAH JONEK
Federer und Nadal greifen

ins Turniergeschehen ein - © Tennis
Federer und Nadal greifen
ins Turniergeschehen ein | © Tennis

Halle. Titelverteidiger Roger Federer und der frisch gekürte French Open Sieger Rafael Nadal setzen bei den Gerry Weber Open neue Maßstäbe. Weil die beiden Superstars der Szene heute ihre Auftaktspiele bestreiten, ist der Kartenvorverkauf in die Höhe geschnellt. Der Familientag wird zum Super-Donnerstag.

"Stand Mittwoch haben wir schon 500 Tickets mehr als im Vorjahr verkauft", weiß Sascha Detlefsen. Es seien aber noch Centre-Court-Karten an der Tageskasse erhältlich, ergänzt der GWO-Medienreferent. Zum Vergleich: 2013 strömten 13.400 Besucher auf die Anlage an der Roger-Federer-Allee.

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Einen ersten Eindruck auf den heute zu erwartenden Andrang vermittelte gestern das kurzfristig angesetzte öffentliche Training Roger Federers auf Court 1 vor rekordverdächtigen 4.500 Zuschauern. Ursprünglich sollte der Titelverteidiger mit seinem Partner Marco Chiudinelli seinen Rasenauftakt gegen die deutsch-italienische Paarung Martin Emmerich und Andreas Seppi bestreiten.

Da sich Seppi aber krank gemeldet hatte, entschieden die beiden Schweizer Jugendfreunde, die Federer-Fans mit einer Übungseinheit zu entschädigen. Dabei ging es auf der Tribüne zu wie in einem überfüllten Restaurant. Die Ordner riefen sich gegenseitig zu, wo noch freie Plätze zu besetzen sind. Fotografen und Kamerateams drängelten sich durch die Massen, um eine gute Perspektive zu bekommen und die Stimmung festzuhalten. "Das war eine wunderbare Geste von Roger und Marco. Die Fans waren begeistert über dieses seltene Erlebnis", sagt Turnierdirektor Ralf Weber.

Heute wird es ernst für Federer bei den Gerry Weber Open. Den Auftakt gegen den Portugiesen Joao Sousa wird der sechsmalige GWO-Gewinner wohl auch ohne Generalprobe erfolgreich über die Bühne bringen. Ein mögliches Viertelfinale gegen den Aufschlagstarken Ivo Karlovic könnte schon interessanter werden.

Federer ist mit dem Ziel nach Halle gekommen, seinen Titel zu verteidigen und sich damit optimal auf Wimbledon vorzubereiten. Denn der siebenmalige Gewinner der All England Championships hat eine Rechnung aus dem vergangenen Jahr zu begleichen, als er in der zweiten Runde überraschend gegen den Ukrainer Sergi Stachhowski ausschied. "Es ist eine verkehrte Welt für mich. Ich habe in Wimbledon kaum Punkte zu verteidigen, aber ich muss mich dort beweisen", erklärt 32-Jährige schmunzelnd. Der Druck auf den Rekord-Grand-Slam-Sieger ist also nicht geringer geworden.

Etwas, das ihn mit seinem nominell stärksten Rivalen in Halle verbindet. Obwohl Rafael Nadal gerade zum neunten Mal die French Open und damit seinen 14. Grand-Slam-Titel gewonnen hat, hat der Spanier beim Belagwechsel auf Rasen etwas gut zu machen. Bei den Gerry Weber Open ist der 28-Jährige bisher nicht über das Viertelfinale hinaus gekommen. Und seine Erfolge auf dem Grün in den vergangenen zwei Jahren seien insgesamt nicht zufriedenstellend. "Ich werde wieder versuchen, auch auf Rasen erfolgreich zu spielen", verspricht er. Dass Nadal das kann, hat er schon mehrfach bewiesen: Der Sandplatz-König triumphierte 2008 und 2009 in Wimbledon und erreichte 2006, 2007 und 2011 das Finale.

Nach den Anstrengungen in Paris ist der Mallorquiner aber müde, so dass er nur eingeschränkt trainieren konnte. Deshalb will er keine Prognose wagen, zumal er sein Auftaktlos für nicht optimal hält. Er habe Dustin Brown einige Male spielen sehen, sagt Nadal. "Bei ihm, weiß man nie, was kommt. Er spielt mit sehr viel Intuition und er wird mir nicht gestatten, meinen Rhythmus zu finden. Aber ich bin sehr motiviert." Das ist Brown auch. Denn der Deutsch-Jamaikaner (ATP 85) wird wissen, dass die Chance, gegen den Weltranglistenersten zu gewinnen wohl nie aussichtsreicher sein wird.

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