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Roger Federer - © Foto: Friso Gentsch
Roger Federer hat beim Rasenturnier in Halle das Endspiel erreicht. | © Foto: Friso Gentsch

Rasen-Turnier Federer noch ohne Pläne für die Zeit nach der Karriere

22.06.2019 | Stand 22.06.2019, 18:56 Uhr

Halle/Westfalen - Glücklich ließ sich Roger Federer für seinen 13. Final-Einzug in Halle feiern. Im Eiltempo hat sich der Publikumsliebling die Chance auf eine weitere Bestmarke in seiner außergewöhnlichen Tennis-Karriere gesichert. Der Rekordchampion entschied das einseitige Halbfinale gegen den überforderten französischen Außenseiter Pierre-Hugues Herbert 6:3, 6:3 für sich und greift nach seinem zehnten Titel in Ostwestfalen. Noch bei keinem anderen Turnier hat Federer so oft triumphiert. «Ich freue mich natürlich riesig», sagte der 37-Jährige nach seinem Erfolg in 62 Minuten: «Ich glaube, in meinen Aufschlagspielen hatte er nicht viele Chancen. Das beruhigt natürlich enorm. Herbert hat in Phasen sehr gut serviert, aber er hat ein paar holprige Aufschlagspiele gehabt. Ich habe es heute geschafft.» Im Endspiel am Sonntag (13.00 Uhr/ZDF) trifft der Schweizer etwas überraschend auf den Belgier David Goffin. Der ehemalige Top-Ten-Spieler beendete mit dem 7:6 (7:4), 6:3 die Erfolgsserie des italienischen Stuttgart-Siegers Matteo Berrettini. Zuvor hatte der 28-Jährige im Tiebreak des dritten Satzes die Hoffnungen von Alexander Zverev auf seine Titel-Premiere bei dem mit rund 2,2 Millionen Euro dotierten Rasenturnier zunichte gemacht. «Der Sieg muss das Ziel sein. Der zehnte Titel hier wäre wahnsinnig», hatte der Federer schon zum Auftakt der Turnier-Woche gesagt. Das Halbfinale entwickelte sich von Beginn an zu seinen Gunsten. Schnell lag die einstige Nummer eins der Tennis-Welt mit 3:0 vorn, mit seinem vierten Ass sicherte sich der Baseler nach 29 Minuten Satz eins - zur Freude der meisten der rund 11.000 Zuschauer. Für den 20-fachen Grand-Slam-Champion ist das Turnier am Rande des Teutoburger Waldes quasi ein Heimspiel. «Wenn es wichtig wird, geht es bei dir so ein bisschen abwärts, also im guten Sinne wie beim Fahrrad fahren, und beim Gegner so ein bisschen aufwärts», hatte Federer anschaulich erklärt, wie ihm die Unterstützung helfe. Zweimal hatte Federer mit knappen Dreisatz-Matches in den Runden zuvor die Nerven seiner Fans und auch der Veranstalter strapaziert. Im ersten Duell mit dem Weltranglisten-43. Herbert ließ er auch im zweiten Satz nicht lange Spannung aufkommen. Seine Aufschlagspiele gewann der Schweizer ungefährdet, eine unerreichbare Vorhand garantierte ihm das Break zum 4:3, gleich seinen ersten Matchball nutzte er. Nur drei seiner bisherigen 12 Endspiele in Halle hat Federer verloren, gegen den kommenden Kontrahenten Goffin gewann er sieben der bisherigen acht Duelle. Vieles spricht nun dafür, dass die Halle-Identifikationsfigur am Sonntag den Jubiläums-Titel - anders noch als im Vorjahr - perfekt macht. «Es ist immer etwas Besonderes, gegen Roger zu spielen. Man versucht, sein bestes Tennis zu spielen und alles zu riskieren», sagte Goffin.

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