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Ein sichtlich enttäuschter Alexander Zverev nach der Niederlage. - © jonek-fotografie.de
Ein sichtlich enttäuschter Alexander Zverev nach der Niederlage. | © jonek-fotografie.de

Noventi Open Zverevs Finaltraum ist geplatzt

Deutschlands Nummer eins verliert im Viertelfinale gegen David Goffin. Der Belgier spielt nun gegen Matteo Berrettini um den Finaleinzug

Stephanie Fust
21.06.2019 | Stand 21.06.2019, 22:05 Uhr

Halle. Der Traum vom Finale ist geplatzt: Alexander Zverev ist bei den Noventi Open im Viertelfinale ausgeschieden. Der Deutsche unterlag bei seinem Lieblingsturnier in Halle gegen den Belgier David Goffin mit 6:3, 1:6, 6:7 (4) und wird nun früher als erwünscht die Reise nach London zur Vorbereitung auf Wimbledon antreten.  Anstelle des gebürtigen Hamburgers spielt nun Goffin gegen Matteo Berrettini um den Einzug ins Finale am Sonntag.  Der Italiener bezwang im Viertelfinale den an Nummer drei gesetzten Russen Karen Khachanov mit 6:2, 7:6 (4).      Berrettini könnte gar einer sein, der auf dem Haller Rasen in die Fußstapfen von Roger Federer tritt. Spätestens seit seinem wiederholten Erfolg gegen den Weltranglisten-Neunten Khachanov ist der junge Italiener der Rolle des Underdogs bei den Noventi Open endgültig entwachsen. Berrettin, der in Halle seinen achten Sieg auf Rasen in Folge feierte,  ist jetzt ein ernstzunehmender Kandidat für den Titel der 27. Noventi Open. Nicht nur in Stuttgart auch in Halle stand Karen Khachanov dem 23-jährigen Senkrechtstarter hilflos gegenüber. Nur den zweiten Satz konnte er ausgeglichen gestalten, aber auch da begeisterte Berrettini vor allem mit seinem variablen Spiel. Dass der 1,98 Meter große Modellathlet ein starker Aufschläger ist, dem Ball viel Tempo mitgeben kann und sich formidabel bewegt, war seit seinem Turniersieg am Stuttgarter Weissenhof in der Vorwoche bekannt. Sein feines Händchen, dass den Gegner auch mit Stopps überraschen kann, bekam Khachanov dann gestern zu spüren. "Ich habe jetzt realisiert, dass ich auf diesem Level mitspielen kann" Im vergangenen Jahr war Berrettini noch als Verlierer der Qualifikation aufgrund einer Absage glücklich ins Hauptfeld gelangt, dann in der ersten Runde gegen seinen Landsmann Andreas Seppi unterlegen. „Ich habe seitdem viel an meinen Schwächen gearbeitet und schon zu Beginn diesen Jahres gute Matches gegen Tsitispas in Melbourne oder gegen Bautita-Agut in Doha abgeliefert, aber verloren. Trotzdem habe ich viel in diesen Spielen gelernt", erklärt der Mann aus Rom seine wundersame Reise von Platz 81 der Weltrangliste (Juni 2018) auf vorerst 22. Experten sehen in dem extrovertierten, emotionalen Mann aus Rom jetzt schon den nächsten Top-Ten-Spieler. Entscheidend sei, so Berrettini, dass er nun realisiert habe, „dass ich auf diesem Level mitspielen kann".

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