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Mikitenko ist im Anmarsch

Marathon-Star zum fünften Mal im Einsatz

VON JÖRG FRITZ
30.03.2010 | Stand 29.03.2010, 17:51 Uhr
Irina Mikitenko beim Siegeslauf 2009 in Paderborn über zehn Kilometer. - © FOTO: REINHARD ROHLF
Irina Mikitenko beim Siegeslauf 2009 in Paderborn über zehn Kilometer. | © FOTO: REINHARD ROHLF

Paderborn. 12 Grad Celsius, trocken, Windstärke drei bis vier – die Wetterprognose für den 64. Paderborner Osterlauf am Karsamstag verspricht den rund 8.000 zu erwartenden Teilnehmern geradezu ideale Bedingungen. Es wird nicht zu heiß, aber auch nicht zu kalt sein.

Einen Temperatursturz von 17 auf fünf Grad Celsius musste am vergangenen Wochenende hingegen Irina Mikitenko in Kauf nehmen. Die weltbeste Marathonläuferin, die zweimal in Folge die World-Marathon-Majors (Veranstaltungen in New York, London, Chicago, Berlin und Boston) gewann und dafür jeweils eine Prämie von 500.000 Dollar kassierte, bereitet sich seit dreieinhalb Wochen im Höhen-Trainingslager in Kirgistan auf den London-Marathon am 25. April vor. Der Osterlauf ist für die 37-Jährige vom TV Wattenscheid daher die ideale Vorbereitung für den Klassiker in der englischen Metropole, den sie bereits 2008 und 2009 gewann.

Information
Das Programm:
11.30 Uhr: Bambini-Lauf für Grundschulkinder über 1,5 Kilometer
11.35 Uhr: 5 Kilometer Fit-and-Fun-Lauf
11.45 Uhr: Walking und Nordic Walking über 5 Kilometer
12.45 Uhr: Bambini-Lauf für Kindergartenkinder über 1 Kilometer
12.47 Uhr: Handbike-Race über 10 Kilometer
12.50 Uhr: Straßenlauf über 10 Kilometer
14.00 Uhr: Inline-Skating, Halbmarathon
15.00 Uhr: Halbmarathon
Streckenrekorde:
Halbmarathon: Charles Ngolepus (Kenia/2008) 1:01,24 std.; I. Mikitenko (Deutschland/2008) 1:08,51 std.
10 Kilometer: Carsten Eich (Deutschland/1993) 27:47 Min.; Linah Cheriuyot (Kenia/2002) 31:19 Min.
     

Mikitenko startet bereits zum fünften Mal beim ältesten deutschen Straßenlauf und ist Titelverteidigerin über 10 Kilometer (31,22 Minuten). Ob sie erneut die kurze Distanz in Angriff nimmt oder aber im Halbmarathon startet, sei noch nicht klar, sagte Peter Horak, Geschäftsführer der Paderborner Osterlauf GmbH. Irina Mikitenko und ihr "Trainer-Mann" Alexander werden erst am späten Donnerstagabend im hessischen Freigericht-Somborn zurückerwartet und reisen einen Tag später nach Paderborn.

Im Vergleich zur 63. Osterlauf-Ausgabe hat sich das Budget für die Top-Teilnehmer nicht verringert. Als Athletenverpflichter trat erneut Christoph Kopp, Sportlicher Leiter des Frankfurt Marathons, in Aktion. Da Mikitenko ein höheres Startgeld als in den Jahren zuvor verlangte, "mussten wir auf zwei bis fünf Afrikaner verzichten", sagte Horak. Prominente deutsche Starter sind der Wattenscheider Stefan Koch sowie der Erfurter Wolfram Müller. Favorisiert in den vier Prädikatsrennen sind Läufer und Läuferinnen aus Kenia. Horak verspricht, dass es bis zum Start am Samstag noch die eine oder andere Überraschung im Starterfeld geben könnte. Die Philosophie des Osterlaufes, dass der Breitensport ebenso wichtig ist wie die Präsentation von Stars, sei auch bei der 64. Ausgabe gewährleistet. "Dieser Ansatz macht gerade den Charme des Paderborner Osterlaufes aus", argumentiert der Organisations-Chef.

Bislang haben sich 6.503 Teilnehmer für den Osterlauf angemeldet; das sind 250 weniger als 2009. Die Organisatoren gehen davon aus, dass sich erneut zwischen 7.500 und 8.000 Läufer körperlich betätigen werden. Mit 8.113 Teilnehmern wurde 2009 ein neuer Rekord erreicht. Eine Steigerung dieser Marke hält Horak nicht für zwingend erforderlich. "Der Lauf soll allen Spaß machen. Dies ist unser erklärtes Ziel." Bis Mittwoch, 13 Uhr, ist eine Online-Anmeldung möglich. Nachmeldungen können Karfreitag und am Samstag vorgenommen werden. Lauffans, die am Samstag nicht vor Ort in Paderborn sein können, haben die Möglichkeit, sich auf der Internetseite "www.paderborner-osterlauf.de" per Livestream zu informieren. Zwei Moderatoren berichten ab 11.30 Uhr von den Ereignissen in der Paderborner City.

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