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Pfenningschmidt rennt beim Hermannslauf allen davon

Der dritte Sieg der Bielefelderin ist nie in Gefahr

VON CLAUS-WERNER KREFT
28.04.2014 | Stand 28.04.2014, 15:59 Uhr
Pfenningschmidt rennt beim Hermannslauf allen davon - © Hermannslauf
Pfenningschmidt rennt beim Hermannslauf allen davon | © Hermannslauf

Bielefeld. Im Regen wurde der erhoffte dritte Triumph Realität: Silke Pfenningschmidt von der SV Brackwede dominierte wie schon 2011 und 2012 den Frauenwettbewerb. Damit schloss sie auf zu Heike Mohn und Anke Kemmener; mehr Siege in der Geschichte des Hermannslaufs haben nur die Wolfsburgerin Liane Winter (7) und die Lipperin Doris Koslowski (4) erreicht. Wie vor drei Jahren unterlag die Russin Zhanna Vokueva im Duell mit Pfenningschmidt.

Es sei gut für sie gelaufen, sie habe keine kritische Phase überwinden müssen, bilanzierte die 31-jährige Siegerin nach dem Rennen. "Anfangs habe ich mich an Ilona Pfeiffer orientiert, die sehr schnell den Berg herablief. Vokueva hatte ich am Start gar nicht gesehen, wurde während des Laufs aber darüber informiert, dass sie an zweiter Stelle liege." An der Panzerbrücke betrug der  Rückstand der Russin nur rund 25 Sekunden; am Ende aber war er ähnlich groß wie im April 2011 – deutlich über drei Minuten.

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Der Start
Oerlinghausen
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Im Ziel
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Silke Pfenningschmidt dominiert das Frauenrennen und läuft weit vor allen anderen ins Ziel. - © FOTO: JÖRG DIECKMANN
Silke Pfenningschmidt dominiert das Frauenrennen und läuft weit vor allen anderen ins Ziel. | © FOTO: JÖRG DIECKMANN

Damals hatte "Bergfloh" Vokueva ihre Vorteile an den Steigungen ausgespielt. Diesmal war es eher umgekehrt: "Bergan fühlte ich mich heute besonders stark", staunte Pfenningschmidt über sich selbst. Moderator Wolfgang Temme übermittelte dem Zielgeraden-Publikum die Nachricht, dass den Tönsberg hinauf eine  Laufgeschwindigkeit von 9 km/h für sie gemessen wurde.

Rekordzeiten lagen an diesem Tag aber außerhalb jeder Reichweite. "Weil der Boden teilweise sehr rutschig war, musste man sich bei jedem Schritt konzentrieren", berichtete Silke Pfenningschmidt, die sich dann auch gar nicht daran störte, dass sie mit 2:08:49 Stunden fast neun Minuten länger unterwegs war als bei ihrem letzten Sieg. Aus ihrem Gesicht wie aus ihren Worten sprach vollste Zufriedenheit.

Eine Beobachtung, die auch auf Zhanna Vokueva vom internationalen Salomon-Team zutraf. Die immer gut aufgelegte Strahlefrau aus Sankt Petersburg äußerte sich fast euphorisch: "Ich freue mich riesig, wieder Zweite geworden zu sein. Es ist eben auch ein sehr schöner Lauf mit unglaublich viel Zuschauern an der Strecke." Sie muss es wissen, hat sie doch gerade erst einen 36 KiKilometer langen Stadtlauf im französischen Lyon gewonnen.

Bronze ging gestern an eine Hermannslauf-Debütantin, die 42-jährige Thurid Buch aus Alfter bei Bonn. "Unser Abteilungsleiter ist hier schon oft gelaufen und hat uns alle mitgeschleppt. Das hat sich gelohnt", freute sich die Ex-Triathletin, der mit 2:55:44 Std. in Münster auch schon eine respektable Marathonzeit gelungen ist. Lange hatte sich Melanie Genrich von der DJK Gütersloh Hoffnungen auf Rang drei machen dürfen; doch kurz vor dem Schopketal stürzte sie und verlor ihren Rhythmus. An ihrem 36. Geburtstag wirkte sie aber nicht unglücklich, hatte sie doch einen früheren 4. Platz wiederholt.

Hinter der Norwegerin Hilde Aders lief ein OWL-Trio auf den Plätzen 6 bis 8 ein: Böckstiegellaufsiegerin Victoria Willcox-Heidner, Maja Weiffen – und Heike Mohn vom Veranstalter TSVE 1890 Bielefeld. Die demonstrierte, dass man auch mit 47 Jahren vorn mitmischen und das genießen kann. "Gerade hatte ich mir im Urlaub noch eine Durchfallerkrankung eingefangen. Und jetzt diese Zeit!", jubelte die W-45-Klassenbeste.

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