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Fragezeichen hinter Sansars Start beim Hermannslauf

Erstmalig Zwischenzeit-Messung in Oerlinghausen

VON HANNA IRABI
18.04.2014 | Stand 24.04.2014, 18:44 Uhr
Fragezeichen hinter Sansars Start am Hermannslauf - © Hermannslauf
Fragezeichen hinter Sansars Start am Hermannslauf | © Hermannslauf

Bielefeld. So schnell ausgebucht wie in diesem Jahr war der Hermannslauf noch nie. Nach nur elf Stunden war die Teilnehmergrenze von 7.000 Läufern erreicht. Kann das als Vorzeichen für einen besonders schnellen Lauf gedeutet werden? Zumindest haben sich einige Favoriten angekündigt.

Ob der Vorjahressieger Elias Sansar (34) wieder dabei sein wird, ist noch unklar – bislang ist Sansar nicht angemeldet. Jedoch gilt seine Teilnahme als wahrscheinlich. Sein Statement "Ich habe mich noch nicht entschieden, nicht anzutreten", kann in diese Richtung gedeutet werden. Auch das Veranstalterteam um Rudi Ostermann und Christian Dopheide geht davon aus, dass Sansar antritt: Es wäre seine Chance, den achten Sieg einzufahren. So oft hat noch kein Läufer beim Hermannslauf gesiegt. Momentan liegt Sansar gleichauf mit Liane Winter, die in den 1970er und 80er Jahren siebenmal gewann.

Rudi Ostermann (v. l.), Wolfgang Kohn, Christian Dopheide, Michael Brinkmann, Daniel Skakavac; vorn: Katja Kohn, Claudia Heidecke und Claudia Sauf. - © FOTO: HANNA IRABI
Rudi Ostermann (v. l.), Wolfgang Kohn, Christian Dopheide, Michael Brinkmann, Daniel Skakavac; vorn: Katja Kohn, Claudia Heidecke und Claudia Sauf. | © FOTO: HANNA IRABI

Bereits angemeldet ist der 32-jährige Florian Reichert. Der Langstreckenläufer aus Göttingen, der im vergangenen Jahr wegen einer Knie-Op absagen musste, ging 2012 als zweiter knapp hinter Sansar ins Ziel. Ebenso wie Reichert gilt auch der sechsfache Berglauf-Weltmeister Jonathan Wyatt aus Neuseeland als Favorit. Auch Henrich Kolkhorst, der im vergangenen Jahr den vierten Platz belegte, und der fünftplatzierte Timo Grub gehen wieder an den Start.

Bei den Damen gilt Silke Pfennigschmidt, die 2011 und 2012 siegte, als Favoritin. Auch Victoria Wilcox-Heidner (belegte 2013 den 5. Platz) gilt als eine der schnellsten Frauen. Franziska Bossow (ehemals Schmidt) hat sich nach langem Ringen gegen eine Teilnahme entschieden. "Zwei Wochen nach dem Herrmann nehme ich an einem Triathlon teil – beides geht leider nicht."

Leicht sei ihr die Entscheidung nicht gefallen: "Es tut schon weh, nicht dabei zu sein", sagt Bossow, die 2009 den ersten Platz belegte. Darum hält die Bielefelderin sich auch ein Hintertürchen offen: "Ich habe mich nur zu 98 Prozent dagegen entschieden – vielleicht überlege ich es mir spontan anders."

Das Problem sei, dass der Körper nach dem Hermannslauf mehrere Tage benötige, um wieder leistungsfähig zu sein.
Denn die Strecke vom Hermannsdenkmal in Detmold bis zur Sparrenburg ist nicht nur wegen ihrer Länge von 31 Kilometern, sondern auch wegen der unterschiedlichen Beschaffenheit des Bodens anspruchsvoll. Wald- und Sandböden wechseln sich mit Asphalt und Kopfsteinpflaster ab.

Neu beim 43. Hermannslauf ist, dass eine Zwischenzeit in Oerlinghausen gemessen wird. Der dort aufgestellte gelbe Torbogen dient als Anhaltspunkt für die Läufer. Außerdem wird hier ein Video gedreht.

Information
Für den Hermannslauf 2014 erweitert nw-news.de sein Bildangebot. Alle Läufer und Interessierten können in diesem Jahr noch mehr Fotos und Videos bestellen – vom Start, von der Zwischenzeit und wie gewohnt vom Zieleinlauf.

Die Auswahl ist also noch üppiger als in den Vorjahren, denn die Läufer werden auch am Start und in Oerlinghausen so fotografiert, dass jeder Teilnehmer später individuelle Aufnahmen herunterladen kann.

Neu in diesem Jahr ist, dass Start-, Zwischenzeit- und die aus der Vergangenheit bekannten Zieleinlaufvideos gekauft werden können.

Ab Sonntagabend gibt es wie gewohnt alle Ergebnisse des Hermannslaufs auf nw-news.de. Dann stehen auch alle Bilder zum Download bereit. Am Montag folgen die Videos mit Downloadmöglichkeit (bequem und sicher online bezahlen!). All das natürlich exklusiv auf www.nw-news.de/hermannslauf

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