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Miki und Mocki trotzen Wind und Wetter

Starke Frauen beim Paderborner Osterlauf: Mikitenko mit Streckenrekord / Mockenhaupt Zweite über 10.000 Meter / Mit allen Ergebnissen

25.03.2008 | Stand 26.03.2008, 14:51 Uhr

Paderborn. Einer der feuchtesten und kältesten Paderborner Osterläufe aller Zeiten endete mit zwei neuen Streckenrekorden und einer für diese widrigen Wetterbedingungen mit Schneeregen und Temperaturen um drei Grad Celsius erstaunlichen Teilnehmerzahl von 7.802 Startern. Die Bestmarke des vergangenen Jahres mit 8.016 Sportlern wurde zwar nicht überboten, was Renndirektor Horst Wiczynski aber keinesfalls störte. "Wahnsinn, was unsere Frauen zeigten", schwärmte der Chef des Paderborner Osterlaufes vielmehr von Miki und Mocki, die bei der 62. Ausgabe des ältesten Citylaufes in Deutschland die Akzente setzten.

Für den ersten Paukenschlag sorgte Irina Mikitenko (Miki), die mit fast sieben Minuten Vorsprung vor Emily Kimuria (Kenia) den Halbmarathon gewann und mit 1:08:51 Stunden den Streckenrekord von Joyce Chepchumba (Kenia) aus dem Jahre 1997 (1.09:42) fast um eine Minute verbesserte. Ausgezeichnete Dritte in diesem Klassefeld wurde Ilona Pfeiffer vom LC Solbad Ravensberg.

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Zu den Ergebnissen des Osterlaufs

Zuvor hatte sich Sabrina Mockenhaupt (Mocki) über zehn Kilometer mit Platz zwei glänzend in Szene gesetzt. Hinter Peninah Arusei aus Kenia (31:42 Minuten) erzielte die Kölnerin mit 32:07 ein achtbares Resultat.

Den zweiten Streckenrekord des Tages stellte im Halbmarathon Charles Ngolepus (Kenia) auf, der in 1:01:24 Stunden vor seinem Landsmann Jonathan Maiyo (1:01:44) gewann und dabei die alte Bestmarke von Moses Kipkosgei Kigen (2006/1:01:30.) übertraf.

Für die größte Überraschung überhaupt am Karsamstag war der Österreicher Martin Pröll verantwortlich, der in einem tollen Schlussfinish über zehn Kilometer die beiden Afrikaner Boash Mayaka und John Kales hinter sich ließ. Mit Christian Gemke (LC Paderborn/12.), Michael Brand (Non Stop Ultra/13.), Elias Sansar (LG Lage-Detmold/23.), Axel Fischer (SV Brackwede (24.), Jörn Strothmann (LC Solbad Ravensberg/26.) und Sebastian Brandt (TV Jahn Bad Driburg/27.) konnten sich auch einige OWL-Athleten vorne behaupten.

Dass die Kleinsten in Paderborn am Größten waren, stellten Miki und Mocki eindrucksvoll unter Beweis. Mikitenko, 1,58 Meter groß und 49 Kilogramm schwer, war erst am Karfreitag nach einer 16-stündigen Fahrt aus ihrem vierwöchigen Höhen-Trainingslager in Kirgisien nach Deutschland zurückgekehrt. Braungebrannt ("Wir hatten eine Temperatur von 16 Grad Celsius") ließ sich die zweimalige Olympiateilnehmerin (Fünfte in Sydney über 5.000 Meter, Siebte in Athen über die gleiche Distanz) nicht vom Paderborner Winterwetter frustrieren.

"Eigentlich waren die Umstände für meine Bestzeit nicht günstig", sagte sie im Ziel. "Ich habe vom Start weg weder einen Läufer noch eine Läuferin um mich herum gehabt, so dass ich völlig unbeschwert laufen konnte", beschrieb die 35-Jährige den Rennverlauf. Ihre Blickrichtung geht jetzt zum April-Marathon nach London. Für Peking ist sie bereits qualifiziert.

Sabrina Mockenhaupt, 1,56 Meter groß und 45 Kilogramm schwer, wird Ende der Woche nach Flagstaff reisen und dort vier Wochen in 2.000 Meter Höhe trainieren. "Im Mai greife ich dann in Stanford die 10.000-Meter-Norm an, um auch bei Olympia dabei zu sein", schildert die Gewinnerin des Köln-Marathons 2007 ihre Ziele. In Paderborn haben Miki und Mocki schon eine gute Frühform bewiesen.

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