Hymnenstreit im US-Sport - © Foto: Matt York/AP
Die Spieler lassen es sich nicht nehmen für ihre Überzeugungen einzustehen und protestieren weiter während der Hymne. | © Foto: Matt York/AP

Nationalhymnen-Streit Trump: «Steht oder werdet ohne Bezahlung gesperrt»

Washington - US-Präsident Donald Trump hat sich im anhaltenden Nationalhymnen-Streit mit der amerikanischen Football-Liga NFL erneut zu Wort gemeldet.

Trump reagierte auf die Proteste von mehreren NFL-Spielern, die am Vortag den ersten großangelegten Saison-Vorbereitungsspieltag der Profi-Liga dazu genutzt hatten, um während des Abspielens der US-Nationalhymne gegen Polizeigewalt gegen Schwarze und Ungleichheit zu protestieren.

«Die NFL-Spieler tun es schon wieder. Sie gehen auf die Knie, wenn sie eigentlich stolz für unsere Nationalhymne stehen sollten», so der Präsident auf Twitter. Er warf den Spielern zudem vor, dass die meisten von ihnen gar nicht definieren könnten, gegen was sie eigentlich protestieren würden.

In einem weiteren Tweet forderte der US-Präsident die NFL-Spieler dazu auf, ihre Proteste anders auszudrücken. «Steht stolz für unsere Nationalhymne oder werdet ohne Bezahlung gesperrt!», schrieb Trump zum Abschluss.

Bei vier der zwölf Vorbereitungsspiele kam es am Donnerstag zu Protesten. Spieler hoben ihre Fäuste, blieben in der Umkleide, drehten ihren Rücken zum Spielfeld oder knieten an der Seitenlinie. NFL-Profis hatten im vergangenen Jahr während der Hymne immer wieder das Knie gebeugt, um ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen.

Trump beschimpfte diese Spieler ein ums andere Mal und forderte die Liga zum Handeln auf. Erst im Mai verkündete die NFL eine neue Regelung, die es Spielern in der kommenden Saison erlauben sollte, während des Abspielens der Nationalhymne in der Umkleidekabine zu warten. Diese Regelung wurde jedoch nur wenig später wieder außer Kraft gesetzt.

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