Die Mannschaft des SC Paderborn ist ein eingeschworenes Team geworden. - © Wilfried Hiegemann
Die Mannschaft des SC Paderborn ist ein eingeschworenes Team geworden. | © Wilfried Hiegemann

SC Paderborn Der SCP im DFB-Pokal-Vierteilfinale: Ein Erfolgsrezept

Allesfahrer-Blog zum Pokalerfolg des SC Paderborn

Der Jubel ist groß, die Freude auch am Tag noch grenzenlos: Der SC Paderborn zieht durch ein 3:1 gegen den MSV Duisburg verdient ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein. Und das bereits zum zweiten Mal in Folge. Auch in der Liga geht es für den SCP nur noch nach oben. Nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga stehen die Paderborner aktuell auf dem 7. Tabellenplatz. Doch was machen die Vereinsführung und der Trainerstab eigentlich richtig, damit es so momentan so läuft? Das richtige Händchen Seit der Rückholaktion von Markus Krösche finden Spieler den Weg zum SC Paderborn, die Spaß am schnellen und technisch einwandfreien Fußball haben. Sie sehen den Standort Paderborn nicht als Bestrafung in der Prärie, sondern als attraktive Fußballbühne. Ohne dieses Image, das sich wohl auch in Spielerkreisen herumgesprochen hat, wäre ein Spieler wie Kai Pröger Anfang diesen Jahres niemals an die Pader gewechselt. Genau für solche Talente braucht die Vereinsführung ein genaues Auge, das sie auch hat. Krösche scheint genau zu wissen, welcher Spieler sich in welcher Entwicklungsphase befindet. Die Jungs werden also in einer frühen Phase geholt und dann gezielt an den Profifußball gewöhnt und gefördert. So sind aus Kickern wie Jimmy echte Zweitligaprofis geworden. Das läuft in anderen Vereinen ganz anders und davon kann der SCP nur profitieren. Doch neben fußballerischem Talent wird beim SC Paderborn auch der Charakter groß geschrieben. Und das ist keine billige Floskel, sondern wird täglich gelebt. Kein Wunder, dass Leute wie Stefan Effenberg in Paderborn nach nur wenigen Monaten wieder ihre Sachen packen mussten. Nur Spieler mit Charakter können ein gutes Team werden Diese Charakterstärke lebt auch Trainer Steffen Baumgart der Mannschaft vor. Er verlangt von seinen Spielern Fairness und weist sie manchmal sogar darauf hin, sich während einer Partie beim Gegenspieler für ein Foul zu entschuldigen. Obwohl das nicht direkt etwas mit Leistungsfähigkeit zu tun hat, so ist es dennoch ein Schlüssel zum Erfolg. Denn nur Spieler mit einem einwandfreien Charakter können langfristig in einer Mannschaft wie dem SCP Erfolg haben, in der es noch nie um den besten Einzelspieler ging. Für den perfekten Einzelspieler fehlt dem Verein schlicht und einfach das Geld, deshalb geht es nur ums Team und das muss intakt sein. Zu guter Letzt zeigt sich die wahre Größe eines Vereins aber auch immer im Verlustfall. Und auch dort punktet der SCP bei vielen Spielern, denn Markus Krösche würde nicht einem der Jungs Steine in den Weg legen. Im Gegenteil: bei einem Wechselwunsch würde die Vereinsführung alles möglich machen, um die Spieler zufriedenzustellen. Das kommt gut an und sorgt für vollen Einsatz der Mannschaft, auch wenn vor allem wir Fans unter häufigen Wechseln von tollen Spielern leiden. So ist es nicht verwunderlich, dass die Mannschaft Freunde bei der Arbeit und Spaß am Gewinnen hat. Die gute Stimmung wird auf die Tribüne getragen und so ist es momentan schwer, den SCP zu schlagen. Ich hoffe sehr, dass dieser Erfolg noch lange anhält und für viele Punkte und weitere DFB-Pokalspiele sorgt.

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