SC Paderborns Demme sieht 13. Einsatz als Chance

Mittelfeldspieler rückt in Sandhausen in die Startformation

VON HARTMUT KLEIMANN
SC Paderborns Demme sieht 13. Einsatz als Chance - © SC Paderborn
SC Paderborns Demme sieht 13. Einsatz als Chance | © SC Paderborn

Paderborn. Die Zahl 13 bereitet nicht wenigen Menschen ein gewisses Unbehagen. Diego Demme, 22-jähriger Mittelfeldspieler des Fußball-Zweitligisten SC Paderborn, geht seinen persönlichen 13. Einsatz der aktuellen Saison aber ohne dieses erwähnte ungute Gefühl an, denn zum ersten Mal seit dem Auswärtsspiel beim FC St. Pauli steht der gebürtige Herforder im Auswärtsspiel beim SV Sandhausen heute um 18.30 Uhr wieder in der Startelf.

In der besagten Begegnung in Hamburg war Demme nach 34 Minuten verletzt ausgeschieden und hatte dann seinen Stammplatz an Mario Vrancic verloren, weil der im Zusammenspiel mit Mannschaftskapitän Markus Krösche in den darauf folgenden Spielen gegen Frankfurt, in Düsseldorf und gegen Ingolstadt stark spielte. Dann erwischte es sowohl Krösche (5. Gelbe Karte) als auch Mario Vrancic (Rot) bei der 0:3-Pleite in Fürth. "Ich will jetzt meine Chance in Sandhausen nutzen und dann sehen wir, wie der Trainer anschließend entscheidet", holt der technisch versierte Mittelfeldspieler im Duell um die Startplätze bei seinem 13. Ligaspiel den Kämpfer aus sich heraus. Überhaupt habe er an sich den Anspruch, immer spielen zu wollen. Das aber ist ihm in dieser Saison bisher nicht immer gelungen.

Diego Demme (oben), hier im Duell mit Bielefelds Thomas Hübener, steht in Sandhausen in der Startelf. - © Foto: Marc Köppelmann
Diego Demme (oben), hier im Duell mit Bielefelds Thomas Hübener, steht in Sandhausen in der Startelf. | © Foto: Marc Köppelmann

Nach einer guten Vorbereitung war er beim Saisonstart gesetzt. Von den ersten fünf Meisterschaftsspielen absolvierte er vier über die volle Distanz. Dann aber folgten nur noch Partien, in denen er ein- oder ausgewechselt wurde. Und zwei Mal stand er gar nicht im Kader. Nach seiner Verletzung in Hamburg und nach dem Pokal-Aus in Saarbrücken gegen Union Berlin. Disziplinarische Gründe wurden von offizieller Seite für die Nichtberücksichtigung genannt. Im Nachhinein bewertet Demme dies mit seinem Naturell. "Ich bin sehr emotional und wenn es auf dem Platz in einem Spiel nicht so gut läuft, ist man einfach auch angespannter." Und beim 1:2 beim Drittligisten 1. FC Saarbrücken ging einfach vieles schief.

Dass er jetzt Nutznießer vom Missgeschick des Mario Vrancic' ist, nimmt er so hin. Schließlich war es im Vorjahr auch schon mal genau andersherum. Da sah Demme im Auswärtsspiel in Aue eine Rote Karte. "Die war berechtigt", gibt er heute zu. Rot gegen Vrancic dagegen hätte er als Schiedstrichter in Fürth nicht gegeben.
Das aber ist für Diego alles Schnee von gestern. Nun geht die Reise nach Sandhausen. "Die spielen eine super Saison", zeigt er vor den bisher gezeigten Leistungen der Baden-Württemberger sehr viel Respekt. Dennoch habe der SCP mehr Qualität. "Und mit der müssen wir auch dort gewinnen", so Demme. Als weitere Pluspunkte nennt der Deutsch-Italiener "unsere Geschlossenheit". Ohne Zweifel werde der Gastgeber vor eigenem Publikum wieder sehr selbstbewusst auftreten. "Aber wir müssen einfach so wie in den letzten erfolgreichen Auswärtsspielen agieren", hat Demme an einem Erfolg nicht die leisesten Zweifel. "Wir sind einfach gut drauf", gibt er darüber hinaus zu Protokoll.

Im Abschlusstraining mischte übrigens auch Torhüter Lukas Kruse wieder voll mit. Da war keinerlei Schonung spürbar, wodurch Trainer André Breitenreiter die Qual der Wahl hat. Eine Tendenz ist erkennbar, zumal der Coach in diesen Tagen noch einmal unterstrich, "dass Lukas Kruse klar meine Nummer eins ist". Er wolle in Sandhausen aber nur die Spieler einsetzen, die auch zu 100 Prozent fit sind. Demme gehört zu denen. Ohne ungutes Gefühl beim 13. Saisonauftritt.

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