Paderborn SC Paderborn spricht bundesweites Stadionverbot für elf Randalierer aus

05.11.2013 | Stand 06.11.2013, 07:18 Uhr

Paderborn (nw). Nach der Attacke einer Gruppe Paderborner Gewalttäter auf einen Reisebus mit Fans des FC Ingolstadt hat Fußball-Zweitligist SC Paderborn ein bundesweites Stadionverbot gegen die elf Randalierer ausgesprochen. Der Bus mit etwa 50 Ingolstädter Fußballfans war am vergangenen Freitag gegen 17.05 Uhr über die B 1 gefahren und auf die Zufahrtsrampe in Richtung Stadionparkplätze abgebogen, als plötzlich eine Gruppe von etwa 30 bis 40 teilweise vermummter, junger Männer auf die Fahrbahn stürmte und die Weiterfahrt des Busses verhinderte. Anschließend schlugen und traten sie gegen den Bus und forderten den Fahrer auf, die Türen zu öffnen. Als mehrere Polizeibeamte Augenblicke später an dem Bus eintrafen, wurden Knallkörper aus Reihen der Angreifer geworfen, wodurch ein Polizist (37) ein Knalltrauma erlitt und ärztlich behandelt werden musste. Der SCP wünscht dem verletzten Polizeibeamten alles Gute und hofft auf eine baldige Genesung. Mit dem Einschreiten der Polizei flüchteten die Gewalttäter. Elf Verdächtige, darunter vier Jugendliche, konnten von der Polizei in Gewahrsam genommen werden. Das bundesweite Stadionverbot gegen sie soll schon zum Wochenende in Kraft treten und drei Jahre andauern. Laut SCP handelt sich um eine Gruppierung, deren Mitglieder aus Paderborn und aus anderen Teilen Nordrhein-Westfalens stammen und den Fußball als Plattform nutzen.SC Paderborn verurteilt Verhalten aufs Schärfste "Wir verurteilen ein solches Verhalten auf das Schärfste. Diese Chaoten sind keine Fußballfans und keine Fans des SCP, sondern schlichtweg Gewalttäter. Sie missbrauchen die Bühne Fußball für ihre Zwecke und müssen aus dem Verkehr gezogen werden", erklärt Paderborns Geschäftsführender Vizepräsident Martin Hornberger. Sollten die aktuellen Ermittlungen der Polizei weitere Täter eindeutig identifizieren, so wird der Verein unmittelbar darauf reagieren und falls notwendig weitere Stadionverbote aussprechen.

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