SCP-Kapitän Markus Krösche ist in seiner Abschiedssaison aktuell unverzichtbar. - © FOTO: MARC KÖPPELMANN
SCP-Kapitän Markus Krösche ist in seiner Abschiedssaison aktuell unverzichtbar. | © FOTO: MARC KÖPPELMANN

SC Paderborn: Krösche ist ein echter Sieggarant

Breitenreiter-Elf hat mit dem Kapitän im Team zumeist gepunktet

VON HARTMUT KLEIMANN

Paderborn. In 419 Pflichtspielen hat sich Markus Krösche bisher für seine Vereine ein Trikot übergezogen. Allerdings waren das nur zwei. Zieht man die Zahl davon ab, die der Routinier zum Anfang seiner Karriere für die U23 des SV Werder Bremen absolvierte, bleiben immer noch mehr als 350 Begegnungen übrig. Allesamt gespielt für den SC Paderborn. Am heutigen Freitag wird der mittlerweile 33-Jährige ab 18.30 Uhr in der Benteler-Arena gegen den FSV Frankfurt sein 183 Zweitligaspiel für die Domstädter bestreiten.

Es ist "Kröschis" Abschiedssaison, denn im Sommer 2014 ist Schluss für ihn. "Ich fühle mich gut und genieße im Moment jede Minute, die ich auf dem Platz stehen darf, genieße jede Minute, die ich für den geilsten Beruf dieser Welt trainieren darf", klingt bei seinen Worten durch, wie wohl dem zweifachen Familienvater aktuell ist. Denn wenn der gebürtige Hannoveraner in der bisherigen Saison gespielt hat, nahm es für den SCP in den meisten Fällen ein gutes Ende.

Krösche aber wäre nicht Krösche, wenn er diese positive Bilanz ganz und gar für sich verbuchen würde. "Wenn ich gut gespielt habe, ist das schön. Viel wichtiger aber ist, dass ich ein Teil einer guten Mannschaft war, die eine gute Teamleistung gezeigt hat", sagt er rückblickend auf den 2:1-Sieg beim FC St. Pauli. Dass der SCP mit Markus Krösche einen Großteil der aktuell zwölf Punkte geholt habe, "kann auch einfach nur Glück oder Zufall sein", glaubt er.

Keine großen Sprünge mehr

In der Woche war der Blondschopf gemeinsam mit Martin Amedick bei einer Sprungserie des Kaders mit Athletiktrainer Tobias Stock ausgenommen. Knieprobleme bei dem einen und Schmerzen an der Achillessehne bei dem anderen Paderborner hatte diese Sonderregelung greifen lassen. Dabei zeigte der Kapitän auch durchaus seine lockere, spaßige Seite. In seinem Alter mache man keine Sprünge mehr und er versicherte, dass "ich auch bis zum 30. Juni 2014 mit meinem Knie überhaupt keine großen Sprünge mehr machen werde", scherzte er.

Zurück im Alltag Profifußball in der 2. Liga war der Sieg im Norden auch aus Sicht des Kapitäns enorm wichtig. "Wir haben gezeigt was möglich ist, wenn wir an unsere Leistungsgrenzen gehen. Das muss jetzt auch für die Zukunft der Maßstab sein", fordert er auch gegen den FSV Frankfurt "in einem sicherlich schwierigen Spiel" eine ähnlich gute Leistung wie zuletzt am Millerntor ein. "Dann haben wir eine gute Chance, auch dieses Spiel zu gewinnen." Dabei hofft der defensive Mittelfeldspieler wieder auf den Rückhalt der eigenen Fans. "Wir waren in einer schwierigen Phase, die wir aber hoffentlich hinter uns haben. Auch als Team waren wir noch nicht so gefestigt", beschreibt Krösche die letzten Wochen und stellt eindeutig klar, "dass wir die Unterstützung der Fans brauchen.

Natürlich müssen wir als Mannschaft mit der Leistung vorangehen, aber es müssen trotzdem alle an einem Strang ziehen."
Auch wenn der Routinier scherzhaft geschworen hat, keine großen Sprünge mehr machen zu wollen, hätte er wohl trotzdem nichts dagegen, mit einem Heimsieg in der Tabelle einen gehörigen Satz weiter nach oben zu machen. Und mit einem Krösche wie zuletzt im Team kann schon fast nichts schief gehen.

Zumal sich die Liste der zuletzt fraglichen Spieler auf einen einzigen verringerte: Christian Strohdiek. Nationalspieler Alban Meha kehrte wohlbehalten von seiner Länderspielreise zurück und mischte im Training ebeno munter mit, wie Diego Demme, der zuletzt nach einer Verstauchung des Fußgelenks aus dem St. Pauli-Spiel noch nicht beschwerdefrei gewesen war.

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