Der SC Paderborn rockt den Kiez

St. Pauli - SC Paderborn 1:2 (0:0)

VON HARTMUT KLEIMANN
Der SC Paderborn

rockt den Kiez - © SC Paderborn
Der SC Paderborn
rockt den Kiez | © SC Paderborn

Hamburg. "Geht doch!" Fußball-Zweitligist SC Paderborn hat auf die schwachen Leistungen der letzten zwei Spiele mit dem Pokalaus in Saarbrücken und dem 0:3 daheim gegen Union Berlin die richtige Antwort gegeben und am Freitagabend im Auswärtsspiel beim FC St. Pauli verdiente drei Punkte geholt.

Durch Tore von Mahir Saglik (49.) und Johannes Wurtz (78.) siegten die Ostwestfalen auf dem Kiez mit 2:1 Toren, weil Christopher Nöthe (78.) den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt hatte. Mit dem Sieg kletterte Paderborn vorübergehend auf den 13. Tabellenplatz.

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Paderborns Trainer André Breitenreiter musste seine Elf in Hamburg wieder umstellen. Für den erkrankten Innenverteidiger Patrick Ziegler stand Christian Strohdiek in der Startelf. Der zuletzt verbannte Daniel Brückner begann links defensiv für Florian Hartherz.

Paderborn war sofort in den Zweikämpfen

Und Paderborn hatte im Hamburger Nieselregen nicht nur den besseren Start, als es Meha gleich nach vier Minuten aus der Distanz versuchte, sondern stand in der ersten Halbzeit sehr sicher, war sofort in den Zweikämpfen, schaltete bei Ballbesitz gut und schnell um und musste kaum brenzlige Situationen im eigenen Strafraum überstehen.

- © FOTO: DPA
Kampf um den Ball | © FOTO: DPA

In der 9. Minute fast die Führung für die Gäste, als nach zunächst übertriebener Ballverliebtheit von Mahir Saglik der Ball doch noch zu Johannes Wurtz kam, der abzog und den von den St. Pauli-Fans als "Kopfballgott" begrüßten FC-Keeper Philipp Tschauner zu einer Glanztat zwang. Kopfballgott, weil der Schlussmann der Kiez-Kicker beim letzten Duell der beiden Klubs am 1. April in der Nachspielzeit noch den Ausgleich geköpft hatte.

In der 28. Minute dann die größte Chance der ersten Hälfte, als wieder Wurtz nach einem Freistoß von Alban Meha am langen Pfosten mit dem Kopf zur Stelle war, aber aus kürzester Distanz den Ball nur ans Außennetz köpfte. Die Gastgeber verzeichneten offensive Pluspunkte, als Verhoek zu einem Kopfball kam (12.), den Kruse aber sicher hielt. In der 35. Minute verpasste Fin Bartels nach einer Hereingabe knapp.

Mario Vrancic glänzte als Vorbereiter

Leider musste Paderborn das gut funktionierende Team noch vor der Halbzeit ändern, weil Diego Demme nach einem Zweikampf verletzt raus musste. Für ihn kam Mario Vrancic, der sich aber nahtlos ins Spiel einfügte. Nicht nur einfügte, sondern kurz nach Wiederbeginn glänzte er einmal mehr als Vorbereiter.

Mit einem Klassepass bediente er den Ex-Paulianer Mahir Saglik, der in dieser Szene nicht zögerte und Tschauner keine Chance ließ. Nach einem Ballverlust in der Offensive machte es der Gastgeber in der 66. Minute schnell und nach Pass von Rzatkowski erzielte Nöthe den Ausgleich. Anders als sonst machte der SCP aber weiter, die Köpfe blieben oben und mit breiter Brust marschierte die Elf zu drei Punkten.

In der 78. Minute bediente Meha den eingewechselten ten Voorde, dessen Schussversuch nahm Wurtz direkt und Paderborn lag wieder vorn. Und dieses Mal gab es kein spätes Gegentor mehr. "Ein Sieg, der richtig gut tut", konstatierte Breitenreiter zufrieden.

FC St. Pauli - SC Paderborn 1:2 (0:0)

St. Pauli:
Tschauner - Nehrig, Thorandt, Gonther, Halstenberg - Kalla, Kringe (83. Gregoritsch) - Schindler (56. Maier), Rzatkowski, Bartels (56. Nöthe) - Verhoek

SC Paderborn:
Kruse - Wemmer, Strohdiek, Hünemeier, Brückner - Krösche, Demme (34. Vrancic) - Kachunga, Wurtz (85. Amedick), Meha - Saglik (75. ten Voorde)

Schiedsrichter: Petersen (Stuttgart)

Zuschauer: 28.022

Tore: 0:1 Saglik (49.), 1:1 Nöthe (66.), 1:2 Wurtz (78.)

Gelbe Karten: Gonther (3), Kalla (1), Nöthe (3) / Brückner (3), Meha (1), Strohdiek (2) 

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