SC Paderborns Wurtz behält die Ruhe

Neuzugang schafft auf Anhieb den Sprung in die Startelf

VON HARTMUT KLEIMANN
SC Paderborns Wurtz behält die Ruhe - © SC Paderborn
SC Paderborns Wurtz behält die Ruhe | © SC Paderborn

Paderborn. Heinz Becker alias Gerd Dudenhöfer ist ein ziemlich bekannter Saarländer. Der wohnt mit Frau Hilde und Sohn Stefan im saarländischen Bexbach. Ob aber der Heinz bei der dortigen DJK schon mal Fußball gespielt hat, wurde in den TV-Geschichten bisher noch nicht verraten. Johannes Wurtz aber schon. Als kleiner Bub spielte er für die Jugendkraftler, deren Senioren in der Kreisliga unterwegs sind. "Da sind noch einige Kumpels von mir dabei", verrät der Neu-Paderborner, der quasi bei Toreschluss vom SV Werder Bremen beim Zweitligisten SC Paderborn gelandet ist. "In den bisherigen drei Wochen habe ich mich schon gut eingelebt und fühle mich hier richtig wohl", sagt der 21-jährige gebürtige Neunkirchener.

Und auch bei Wurtz’ Geburtsort horchen Fußballkenner auf. Richtig, Neunkirchen, oder besser die Borussia, hat schon mal in der 1. Bundesliga gespielt. 1964 war das. Wie später der FC Homburg in den 80er Jahren. "In Homburg habe ich mein Abitur gemacht", erzählt Wurtz weiter. Fußball gespielt aber hat er weder in Neunkirchen noch in Homburg. Nach seiner Bexbacher Zeit zog es ihn zum 1. FC Saarbrücken, immerhin Gründungsmitglied der Bundesliga.

Für den FC absolvierte er vor seinem Wechsel in den Norden 36 Drittliga-Spiele. Und zuvor bei den Junioren des Vereins lief ihm ab und an auch ein Manuel Zeitz über den Weg. "Der ist ja zwei Jahre älter als ich und spielte schon bei den Senioren, als ich noch in der U19 war. Mit Fabian Scheffer zusammen", nennt er einen weiteren aktuellen Paderborner.

: Neuzugang Johannes Wurtz. - © FOTO: MARC KÖPPELMANN
: Neuzugang Johannes Wurtz. | © FOTO: MARC KÖPPELMANN

Die freundliche Aufnahme beim SCP und den damit verbundenen Wohlfühlfaktor nutzte Wurtz, um sportlich gleich in die Offensive zu gehen. Beim Testspiel in Osnabrück erzielte der Angreifer per Kopf das entscheidende 1:0. Und fast hätte er auch schon bei seinem Debüt in der Benteler-Arena gegen den Karlsruher SC getroffen. Zweimal scheiterte er knapp, was er anschließend als "ein bisschen ärgerlich" bezeichnete. Aber vielleicht klappe es ja jetzt am Sonntag in Dresden. Trotz der Fehlschüsse kommt er selbstbewusst daher. Er verfüge über ein gutes Pass-Spiel, habe ein gutes Auge und "ich bin torgefährlich". Nur an seinem Zweikampfverhalten müsse er noch arbeiten. "Da muss ich mich ein bisschen cleverer verhalten", sagt Wurtz selbstkritisch.

Abseits des Spielfeldes aber sei er ganz der Saarländer. Entspannt. Einer, der sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen lasse. Wie der Heinz Becker. 

Copyright © Neue Westfälische 2018
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group