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Markus Krösche. - © FOTO: MARC KÖPPELMANN
Markus Krösche. | © FOTO: MARC KÖPPELMANN

SC Paderborn: Krösche hat beim Coach gute Karten

Breitenreiter lobt die kommunikativen Qualitäten des Routiniers

VON WERNER SCHULTE
01.08.2013 , 12:00 Uhr

Paderborn. Die Zeit zum Wundenlecken ist begrenzt. Nach dem 0:4-Debakel des SC Paderborn in Cottbus blickt der Cheftrainer ein paar Tage danach schon wieder schnurstracks nach vorn. Eine breite Brust prophezeit André Breitenreiter, wenn seine Mannschaft am kommenden Montag in der ersten DFB-Pokalhauptrunde beim Drittligisten MSV Duisburg antritt. "Die Mannschaft wird sich dort zerreißen", das ist für den SCP-Coach ("Cottbus war eine Eintagsfliege") schon jetzt so sicher wie das Amen in der Kirche.

Die an sich völlig unerwartet deutliche Schlappe beim FC Energie wird schon seit Montagmorgen akribisch aufgearbeitet. Offiziell sind im Zeitplan der Paderborner Profis zwar zwei gänzlich trainingsfreie Tage vermerkt, dennoch schien die Zeit äußerst reif für eine zwischenzeitliche Sonderschicht. "Wir haben die kompletten 90 Minuten des Spiels anhand der Video-Aufzeichnung noch einmal ausgiebigst analysiert", sagt Breitenreiter, darüber hinaus habe er ein paar deutliche Worte an die Mannschaft gerichtet. Während der gesamten Partie beispielsweise nur 30 Prozent aller Zweikämpfe gewonnen zu haben, sei nun mal ein verheerender Bilanz-Wert, "wir waren während des gesamten Spielverlaufs viel zu passiv".

Dennoch stellt Paderborns Cheftrainer die "grundsätzliche Philosophie, mit der wir in die Saison gestartet sind", auch ein paar Tage später überhaupt nicht in Frage. Die Marschrichtung stimme, fügt er an und kritisiert, dass im Training alles nahezu perfekt über die Bühne gehe, das Umsetzen im Spiel zuletzt aber eklatante Probleme bereitet habe. In der Lausitz habe er am Sonntag deutliche Verhaltenweisen aus der vorherigen Spielzeit erkannt, sagt Breitenreiter. Auch die zuletzt fehlende Kommunikation auf dem Platz stellt der 39-Jährige an den Pranger. Eine rühmliche Ausnahme habe lediglich der knapp 33-jährige Markus Krösche ("Der hat in diesem Punkt überzeugt") nach seiner Einwechselung (46.) gebildet. "Nachdem wir alles in Ruhe angesprochen haben", will Breitenreiter "künftig aber keinesfalls den Diktator raushängen lassen".