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Daniel Brückner (l.) im Zweikampf mit Youngster Mirnes Pepic. - © FOTO: ANDREAS FRÜCHT
Daniel Brückner (l.) im Zweikampf mit Youngster Mirnes Pepic. | © FOTO: ANDREAS FRÜCHT

SC Paderborn: Fußballgott Daniel Brückner ist mit allen Wassern gewaschen

Publikumsliebling gehört mittlerweile zu den Langzeit-Domstädtern

VON HARTMUT KLEIMANN
08.07.2013 | Stand 07.07.2013, 22:38 Uhr

Saalfelden. Er ist verrückt nach Fußball, ist selten verletzt und hat nach Kapitän Markus Krösche die meisten Zweitliga-Spiele für den SC Paderborn bestritten. Und dazu ist Daniel Brückner trainingsfleißig.

Bevor er seinerzeit in den Semiprofibereich bei den Amateuren von Werder Bremen rückte, konnte er den Start der Vorbereitung gar nicht abwarten. So startete er quasi als Überbrückung schon mal mit seinem Ex-Klub HEBC Hamburg, dem Ball Club aus dem Stadtteil Eimsbüttel, in die intensive Trainingsphase vor dem Saisonstart.

Thomas Wolter war es damals, der Brückner zu Werder holte. Der Ex-Bundesligaspieler stammt auch vom HEBC und gehört dort wie Brückner der Jahrhundertelf an. "Darauf bin ich natürlich besonders stolz, dass ich schon so einer Auswahl angehöre", sagt der 32-Jährige.

Vom Fußballprofi hatte er schon in Hamburg geträumt. "Vielleicht war ich meinem Verein einfach zu lange treu", sagt er, ein wenig an seinem späten Wechsel in die Höherklassigkeit zweifelnd. Aber er habe einfach das Familiäre geschätzt. Eigenschaften, die er jetzt auch beim SC Paderborn vorfindet. "Ich fühle mich wohl, weil ich mittlerweile viele Freunde gefunden habe. Im Fußball, aber auch sonst. Trotzdem wird Hamburg immer meine Stadt bleiben." Die Drähte dorthin sind noch nicht verglüht. Im Gegenteil: HEBC-Trainer "Speedy" und ein guter Freund gehören zu seinen größten Kritikern. Sowohl als auch. Die melden sich, wenn es mal nicht so gut gelaufen ist, "verteilen aber auch Lob".

Und auf die Frage, wie viele Prozentpunkte seiner Leidenschaft zur Stadt an der Elbemündung schon auf Paderborn übergewechselt sind, antwortet der dribbelstarke Offensivspieler mit einem richtig freundlichen Gesicht.

Fußballgott nennen ihn seine Fans. Das schreien sie beim Verlesen der Mannschaftsaufstellung lautstark heraus. Dann ist Brückner selbst noch in der Kabine, "aber ich weiß das natürlich. Das ist ein schönes Gefühl. Ich weiß, dass mich die Fans akzeptieren, weil ich stets versuche, alles für den Verein zu geben." Für zwei Jahre hat er seinen Vertrag vor einigen Wochen bei seinem SCP verlängert. Dann ist er sechseinhalb Jahre bei den Ostwestfalen. "Wer weiß, wenn mein Körper dann noch Ja sagt, kann ich mir durchaus noch einen weitere Zeit vorstellen", sagt er in die Zukunft blickend. Auch in einer anderen Funktion im Verein? "Warum nicht, schließlich kann ich mich mit dem Verein identifizieren".

Aktuell genießt er die intensive Zeit in Saalfelden. Mit Trainer André Breitenreiter verlaufe alles sehr positiv. "Alle sind bei der Sache, alle haben aber auch ihren Spaß. Es passt", versichert der Linksfuß.

Im Testspiel am Donnerstag in Bischofshofen beim 3:1-Erfolg über den Bundesliga-Aufsteiger SV Grödig, präsentierte sich Brückner einmal mehr als echter Teamplayer. Nach Flanke von Alban Meha hätte er das Führungstor selbst machen können. Aber ein kurzer Pass zu Neuzugang Rick ten Voorde demonstrierte nicht nur uneigennütziges Handeln, sondern ermöglichte dem Holländer ein weiteres Stück schneller Integration.

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