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Bestätigt: Keine Zweitliga-Lizenz für Duisburg

SC Paderborn nun im DFB-Pokal beim MSV zu Gast

19.06.2013 | Stand 19.06.2013, 16:28 Uhr
Bestätigt: Keine

Zweitliga-Lizenz

für Duisburg - © Fußball
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Zweitliga-Lizenz
für Duisburg | © Fußball

Frankfurt. Der Zwangsabstieg des Traditionsklubs MSV Duisburg aus der 2. Fußball-Bundesliga ist besiegelt. Nach einer mehrstündigen Verhandlung am Mittwoch in einem Hotel in Frankfurt/Main bestätigte das Ständige Schiedsgericht die Lizenzverweigerung durch die Deutsche Fußball Liga (DFL).

Damit bleibt der eigentlich abgestiegene SV Sandhausen in der 2. Liga. Der MSV hat das Urteil des Schiedsgerichts akzeptiert. "Nach Auffassung des Gerichts weist der Beschluss des Lizenzierungsausschusses keine Rechtsfehler auf. Der MSV Duisburg konnte dem Lizenzierungsausschuss nicht rechtzeitig eine ausreichende Liquidität für die kommende Spielzeit nachweisen", sagte der Vorsitzende des Ständigen Schiedsgerichts, Udo Steiner.

"Natürlich sind wir nach den Anstrengungen der vergangenen Wochen enttäuscht", sagte der MSV-Vorstandsvorsitzende Udo Kirmse nach dem Urteil: "Wir mussten aber mit einer solchen Entscheidung auch rechnen. Wir haben parallel in den vergangenen Wochen mit aller Kraft die Planungen für eine Teilnahme an der 3. Liga vorangetrieben und die Lizenzunterlagen bereits am Dienstag beim DFB eingereicht."

- © ARCHIVFOTO: DPA
| © ARCHIVFOTO: DPA

Über die weiteren Planungen werden die Zebras in einer Pressekonferenz am Donnerstag informieren. "Ich bin mir sicher, dass wir diese positiven Emotionen, die wir zuletzt erlebt haben, als Sprungbrett für den neuen MSV nutzen können", sagte Kirmse.

In der vergangenen Woche hatte sich Duisburg schon von Roland Kentsch getrennt. Zwischen dem Vereinsvorstand und dem jetzt seines Amtes enthobenen Managers sei es zuletzt "zu erheblichen Differenzen hinsichtlich der Ausrichtung des Vereins gekommen", hieß es in einer Mitteilung. Im Juni 2009 war Kentsch bei Arminia Bielefeld freigestellt worden und hatte am 5. März 2010 die MSV-Geschäftsführung übernommen.

Die Entscheidung des Ständigen Schiedsgerichtes bedeutet für den MSV auch, dass das Team im DFB-Pokal auf den Zweitligisten SC Paderborn trifft. Der Zweitligist Erzgebirge Aue muss beim Drittligisten VfL Osnabrück an. Bei der Auslosung der ersten Runde im DFB-Vereinspokal hatte es zwei sogenannte "Mischkugeln" mit Duisburg/Aue gegeben.