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SC Paderborn präsentiert sich bei 1:2-Niederlage gegen Schalke achtbar

Bundesligist vier Tage vor dem Rückrundenstart nicht überzeugend

VON HARTMUT KLEIMANN
15.01.2013 | Stand 15.01.2013, 12:20 Uhr |
SC Paderborn 

präsentiert sich achtbar - © SC Paderborn
SC Paderborn
präsentiert sich achtbar | © SC Paderborn

Paderborn. Ob ein 2:1-Sieg im letzten Testspiel vor dem Rückrundenstart beim Zweitligisten SC Paderborn ausreicht, um beim FC Schalke 04 für Ruhe um die Person Trainer Jens Keller zu sorgen, werden die nächsten Tage zeigen. Klar, der Champions-League-Achtelfinalist riskierte in Paderborn vor 10.906 Zuschauern nicht alles, aber begeistern konnten die Königsblauen bei Toren von Draxler (58.) und Höwedes (69.) bei einem Gegentor von Alban Meha (79.) nicht.

Vier Tage vor dem Duell mit Hannover 96 in der Veltins-Arena trat Schalkes Trainer Jens Keller beim letzten Test natürlich zunächst ohne die zwei Spieler an, die er auch am kommenden Freitag nicht einsetzen darf: Jermaine Jones (Rot) und Klaas-Jan Huntelaar (Gelb-Rot). Letztgenannter saß aber auf der Bank und kam später, um die einzig noch verbliebene Sturmspitze der Knappen, Marica, zu schonen.

Paderborns Cheftrainer Stephan Schmidt begann mit seinen beiden Nachverpflichtungen. Elias Kachunga und Mahir Saglik bildeten eine Doppelspitze, dahinter formierten sich zwei gut stehende Viererketten, die ihre Sache perfekt machten und dem Erstligisten im ersten Abschnitt nur sehr wenig erlaubten. Für den weiterhin fehlenden rechten Außenverteidiger Jens Wemmer, der mit einer Zerrung und fast ausgeheiltem Haarriss im Schambein nun heute wohl doch mit ins Trainingslager in die Türkei reist, bot er Tobias Feisthammel auf. Den Part des ebenfalls verletzten Innenverteidigers Manuel Gulde füllte Patrick Ziegler aus.

Bruch im Spiel nach Auswechslungen

Aufreger gab es in den ersten 45 Minuten faktisch keine. In der 13. Minute tauchte nach einer flachen Hereingabe von Ciprian Marica Youngster Julian Draxler am Fünfer auf, zielte aber knapp daneben. Zwei Minuten weiter hatte Paderborn eine gute Szene: Nach einem Handspiel von Farfan zielte Freistoßspezialist Alban Meha auf das von Timo Hildebrand gehütete Schalker Tor, aber der Schuss geriet mehr zu einer Flanke. Feisthammel hielt der Fuß rein, traf aber weit über das Tor.

Nach der Pause wechselte der SCP fast durch, was natürlich zu einem Bruch führte, und bis zur 79. Minute und dem wunderschönen Heber von Alban Meha fand die Offensive des Zweitligisten eigentlich nicht statt. Da stand es aber schon 0:2, weil Draxler per Kopf getroffen (59.) und Höwedes erfolgreich abgestaubt hatte (69.). "Wir wollten uns hier heute vor eigenem Publikum gut präsentieren", war SCP-Trainer Schmidt mit der Leistung seiner Elf recht zufrieden. Nationalspieler Benedikt Höwedes hatte vier Tage vor dem Restart der Bundesliga zumindest "im taktischen Bereich Fortschritte" ausgemacht, bezeichnete aber das Gegentor des SCP schlicht und ergreifend als "dämlich".

Paderborns Alban Meha (l.) überwand mit einem schönen Heber FC-Keeper Hildebrand. Links Atsuto Uchida. - © FOTO: MARC KÖPPELMANN
Paderborns Alban Meha (l.) überwand mit einem schönen Heber FC-Keeper Hildebrand. Links Atsuto Uchida. | © FOTO: MARC KÖPPELMANN

FC Schalke 04: Hildebrand - Uchida (63. Ayhan), Höwedes, Matip (55. Boné), Fuchs - Neustädter, Kolasinac - Farfán (64. Obasi), Draxler (70. Meyer), Barnetta (86. Pukki) - Marica (67. Huntelaar).

SC Paderborn: Kruse (46. Lück) - Feisthammel (46. Welker), Ziegler, Strohdiek (79. Palionis), Bertels (46. Wissing) - Krösche (46. Vrancic), Demme (46. Zeitz) - Meha (79. Kempe), Brückner - Kachunga (46. Hofmann), Saglik (46. Naki).

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