Diego Demme (links, hier mit Alban Meha) soll wieder Jens Wemmer ersetzen. - © FOTO: MARC KÖPPELMANN
Diego Demme (links, hier mit Alban Meha) soll wieder Jens Wemmer ersetzen. | © FOTO: MARC KÖPPELMANN

Experimente in Paderborns Abwehr sind passé

Demme verteidigt gegen Hertha

VON WERNER SCHULTE

Paderborn. Ein gebürtiger Berliner trifft auf die Hertha und Stephan Schmidts Respekt ist diesmal riesig. Der Hauptstadt-Klub drehe zwar "gerade mal wieder eine Ehrenrunde in der 2. Liga", sagt der Cheftrainer des SC Paderborn vor dem Heimspiel gegen den Tabellenzweiten (Sa. 13 Uhr, Benteler-Arena). Aber der Coach des Fußball-Zweitligisten aus Ostwestfalen ist sich ganz sicher, "dass die Hertha in der nächsten Saison wieder im Oberhaus vertreten sein wird".

Trotz einer gewissen Ehrfurcht vor dem Kontrahenten des 18. Spieltags bleibt das gesunde Selbstbewusstsein beim SCP-Coach im Vorfeld jedoch keinesfalls auf der Strecke. Im Gegenteil. Gern erinnert sich Schmidt vor dieser Partie zum Rückrunden-Auftakt ans Hinspiel, als seine Elf im Olympiastadion beim 2:2-Remis eine recht gelungene Saison-Premiere feiern durfte. "Eine solche Leistung zu wiederholen", das traue er seiner Mannschaft auch am Samstag durchaus zu, gibt sich der 36-jährige Fußball-Lehrer vor dem Anstoß kämpferisch.

Insbesondere die von der Hertha in den bisherigen Begegnungen 33 erzielten Treffer stellen Paderborns Cheftrainer vor eine ganz besondere Herausforderung. In der Vierer-Abwehrkette wurde nach der Verletzung von Jens Wemmer anschließend mehrfach experimentiert. Damit ist jetzt Schluss. Zuletzt agierte Diego Demme auf der Position des Rechtsverteidigers und laut Schmidt wird der Ex-Armine dort auch gegen Berlin von Beginn an spielen.

Das jüngste Trauma der 0:2-Heimniederlage gegen Duisburg ist in Fußball-Paderborn endgültig vom Tisch. Der somit verpasste fünfte Tabellenplatz ist auch aus der Sicht von Stephan Schmidt lediglich ein optischer Schönheitsfleck. Primär interessiert ihn die äußerst zufriedenstellende Bilanz von "23 Punkten, die wir immerhin schon geholt haben". Eine persönliche Wunschliste, wie viele Zähler es bis zum Jahres-Schlussakkord noch werden sollen, eröffnet der Coach übrigens nicht so ganz konkret. "Sechs Punkte sind noch in der Verlosung", sagt er "und ich strebe grundsätzlich immer nach dem Optimum".

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