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SC Paderborns Meha fühlt mit Ronaldo

Freistoßspezialist referiert vor FSV-Spiel über die Risikobereitschaft bei Standards

VON WERNER SCHULTE VON WERNER SCHULTE
27.04.2012 | Stand 27.04.2012, 15:49 Uhr |
Paderborns Meha 

fühlt mit Ronaldo - © SCP
Paderborns Meha
fühlt mit Ronaldo | © SCP

Paderborn. Böse Zungen behaupten, der Paderborner Freistoßspezialist Alban Meha müsse sich am Mittwochabend über die gravierenden Fehlschüsse eines gewissen Cristiano Ronaldo amüsiert haben. Klar, dass auch der Offensivstratege des ostwestfälischen Fußball-Zweitligisten während des Championsleague-Halbfinal-Rückspiels zwischen Real Madrid und dem FC Bayern München eisern vor der Mattscheibe hockte.

Im Nachhinein auf die drei völlig vergeigten Distanz-Freistöße des portugiesischen Superstarts angesprochen, ist Meha prompt in seinem Element. Der 26-Jährige blüht bei diesem Thema regelrecht auf, mit deutlich spürbarer Begeisterung in der Stimme referiert er im Stile eines Hochschulprofessors über die Vielfalt und Möglichkeiten einer ausgefeilten Schusstechnik. Schließlich weiß Meha, wovon er da spricht.

Immerhin resultieren vier seiner fünf Saisontore, die er für seinen aktuellen Brötchengeber bislang ablieferte, aus direkt verwandelten Freistößen. In der Spielzeit 2010/11, als er noch für den Regionalligisten Eintracht Trier kickte, traf der gebürtige Albaner in 33 Saisonspielen 15 Mal ins Schwarze. Satte sieben Freistöße fanden den direkten Weg in die gegnerischen Maschen.

"Hohes Risiko"

Klar, dass einer wie Meha auch den Messis und Ronaldos dieser Welt in diesen Situationen stets penibelst auf die Füße schaut. Dass er sich am Mittwoch über Ronaldos Fehltritte möglicherweise amüsiert habe, will er allerdings nicht bestätigen. Im Gegenteil: Beinahe schon gewisse Beileidsgefühle gegenüber einem Berufskollegen verbreitend, spricht Meha von "diesem hohen Risiko, auf das du dich in diesen Momenten einlässt".

Schon vier Mal hat Alban Meha in diese Saison einen dieser Standards direkt verwandelt. - © FOTO: MARC KÖPPELMANN
Schon vier Mal hat Alban Meha in diese Saison einen dieser Standards direkt verwandelt. | © FOTO: MARC KÖPPELMANN

Bei Ronaldo habe er eine noch größere Risikobereitschaft erkannt, als bei ihm selbst, sagt er. Zwei Mal habe der Portugiese allerdings in die Arme von Bayern-Keeper Manuel Neuer geschossen und ein weiteres Mal "in die dritte Etage". Eigentlich war sich Mehta "recht sicher, dass einer reingeht".

Wenige Tage vor dem erneut richtungsweisenden Heimspiel des SCP um den dritten Tabellenplatz gegen den FSV Frankfurt (So. 13.30 Uhr Energieteam-Arena) verbreitet auch Meha weiterhin Durchhalteparolen. Mit zwei Niederlagen wolle sich die Mannschaft nun wirklich nicht aus der Saison verabschieden, sagt er vor dem 33. und vorletzten Spieltag.

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