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SC Paderborn: Schulden wachsen auf 4,4 Millionen Euro

Auch die Saison 2009/10 beschert dem Verein ein Minus

VON WERNER SCHULTE
10.11.2010 | Stand 10.11.2010, 16:07 Uhr
SC Paderborn:

Schulden wachsen - © SC PADERBORN
SC Paderborn:
Schulden wachsen | © SC PADERBORN

Paderborn. Auf einem nahezu sensationellen 5. Platz hatte der SC Paderborn die Vorherige Spielzeit in der Zweiten Fußball-Bundesliga beendet. Weniger komfortabel verlief das abgelaufene Geschäftsjahr des Vereins, das erneut mit einem dicken Minus abgeschlossen wurde.

Im Zeitraum vom 1. Juli 2009 bis zum 30. Juni 2010 schlug ein Gesamtverlust von rund 1,79 Millionen Euro zu Buche. Mit dieser Zahl konfrontierte Aufsichtsratsvorsitzender Elmar Volkmann die anwesenden SCP-Mitglieder in der Jahreshauptversammlung.

Am Stichtag 30. Juni betrug der aktuelle Schuldenstand vorübergehend 6,2 Millionen Euro. Volkmann sprach in diesem Zusammenhang allerdings von einer "Momentaufnahme zum Saisonende", denn schon im Juli seien auf Grund der kurz vor Serienstart üblichen Zahlungseingänge umgehend 2,8 Millionen Euro getilgt worden.

Trotzdem keine Liquiditätsprobleme

Aktuell beziffert der Finanzexperte das sogenannte Negativ-Kapital auf etwa 4,4 Millionen Euro. Am Ende des Geschäftsjahres 2008/2009 waren’s seinerzeit "nur" 3,37 Millionen Euro. Sowohl die verminderten Werbeeinnahmen als auch die um rund 300.000 Euro angestiegenen Spielerbeiträge für die Berufsgenossenschaft führte Paderborns Aufsichtsratsvorsitzender als zwei der zentralen Faktoren fürs Schuldenwachstum ins Feld.

Aufsichtsratsvorsitzender Elmar Volkmann. - © FOTO: MARC KÖPPELMANN
Aufsichtsratsvorsitzender Elmar Volkmann. | © FOTO: MARC KÖPPELMANN

Trotz der finanziell auch weiterhin nicht rosigen Zeiten habe der SCP indes "keinerlei Liquiditätsprobleme" , versicherte Volkmann, "ganz so viele Federn haben wir nicht gelassen, im Gegensatz zu manchem Mitbewerber stehen wir gut da."

Das bereits im Vorjahr ausgegebene Ziel, in den Geschäftsjahren 2010/11 und 2011/12 jeweils 700.000 Euro tilgen zu wollen, werde auch weiterhin konsequent verfolgt, versprach der Aufsichtsratsvorsitzende.

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