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Nach Vorarbeit von Daniel Brückner schießt Frank Löning drei Minuten nach der zweiten Aalener Führung zum 2:2 ein. Linse (r.) war machtlos, da der Ball von Bader noch abgefälscht wurde. - © FOTO: KLAUS RAINER KRIEGER
Nach Vorarbeit von Daniel Brückner schießt Frank Löning drei Minuten nach der zweiten Aalener Führung zum 2:2 ein. Linse (r.) war machtlos, da der Ball von Bader noch abgefälscht wurde. | © FOTO: KLAUS RAINER KRIEGER

Reine Nervensache

Drittligist bleibt trotz Remis weiter auf Platz zwei

VON HARTMUT KLEIMANN
11.05.2009 | Stand 10.05.2009, 18:43 Uhr

Aalen. Herz, bleib stark. Im Endspurt um den zweiten direkten Aufstiegsplatz in die 2. Fußball Bundesliga, liegen bei den drei beteiligten Vereinen der 3. Fußball-Liga die Nerven blank: Unterhaching patzt in Dresden (0:1), Paderborn kommt nur zu einem 3:3-Remis in Aalen und Düsseldorf verzeichnet im torreichsten Spiel der drei Kandidaten für die Plätze zwei und drei hinter Aufsteiger Union Berlin ein 5:5-Unentschieden bei Eintracht Braunschweig.

Es war fast, als ob die Ereignisse sich doppelten: In Aalen legte der Gastgeber stets ein Tor vor und Paderborn kam mit viel Moral immer wieder ins Spiel zurück. In Braunschweig gelang dem Team von Norbert Meier bis auf eine Ausnahme immer ein Vorsprung, im Gegenzug hatte die Eintracht aber stets das richtige Mittel parat.

Während Paderborns Trainer Pavel Dotchev beim Drittletzten der Liga der Elf das Vertrauen schenkte, die in der Woche zuvor Jena besiegt hatte, wartete Aalens neuer Trainer Rainer Scharinger doch mit der einen oder anderen personellen Veränderung auf. So beorderte er Routinier Branko Okic in die Anfangsformation. Und der machte über 90 Minuten viel Alarm.

Gegentor nach 106 Sekunden

Schon in der ersten Minute setzte er einen Freistoß auf die Querlatte des Paderborner Gehäuses. Ein Schuss, an den Torhüter Sebastian Lange wohl nie und nimmer herangekommen wäre. Hatte sich Lange in seinem ersten Pflichtspiel von Beginn an gegen Jena noch bei seinen Vorderleuten bedankt, "die mir sehr viel Arbeit abgenommen haben", musste sich der Ersatz für den rotgesperrten Kasper Jensen in Aalen doch in mancher Szene ziemlich allein gelassen fühlen. Zu frei kamen die VfR-Spieler oft zum Schuss – und dann rappelte es zumeist im Tor der Ostwestfalen. Wie bei Lechleiters Führung (36.), Baders Kopfball nach nur 106 Sekunden im zweiten Abschnitt und auch bei Bohls platziertem Kopfball zum 3:2 (76.).

Die Spieler von Trainer Pavel Dotchev fielen somit in erster Linie durch enormen Kampfeswillen positiv auf. Sven Krause (44.), Frank Löning (50./14. Saisontor) und Sören Brandy (86.) gaben das Spiel über volle 90 Minuten trotz der vielen Rückschläge nie verloren. Allerdings macht sich auch beim SCP der Kräfteverschleiß einer sehr langen Saison mehr und mehr bemerkbar. So aber kam der SCP angesichts einer Reihe von Defiziten wieder einmal mit einem blauen Auge davon. "Es wird uns gelingen, die Fehler zu minimieren", beantwortete deshalb Trainer Dotchev die Frage, ob er noch an den Aufstieg glaube, mit einem klaren "Ja!"

Schon am Dienstag geht der Dreikampf weiter. Der SC Paderborn legt dann gegen Bremen II vor, Unterhaching (gegen Braunschweig) und Düsseldorf (gegen Jena) ziehen Mittwoch nach.

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