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Frank Löning (l.) gelingt in der 51. Minute ein perfekter Kopfball zum 1:1-Ausgleich. Dresdens Optiz kommt zu spät. - © FOTO: MARC KÖPPELMANN
Frank Löning (l.) gelingt in der 51. Minute ein perfekter Kopfball zum 1:1-Ausgleich. Dresdens Optiz kommt zu spät. | © FOTO: MARC KÖPPELMANN

Viel Leerlauf und ein Löning-Tor

1:2-Niederlage gegen Dresden steigert das Frustgefühl

VON HARTMUT KLEIMANN
20.04.2009 | Stand 19.04.2009, 23:53 Uhr

Paderborn. An eine intakte Paderborner Fußballwelt war am Samstag nach der bitteren 1:2-Heimniederlage gegen Dynamo Dresden in keinster Weise zu denken. Am Sonntag aber hellten sich die Mienen schon wieder ein wenig auf. Denn auch Verfolger Fortuna Düsseldorf musste im Spitzenspiel gegen Tabellenführer Union Berlin eine 0:1-Schlappe hinnehmen.

Im Duell um den zweiten direkten Aufstiegsrang zwischen den Ostwestfalen und den Landeshauptstädtern ist also nicht viel passiert. Aber wenn zwei sich streiten, freut sich möglicherweise der Dritte, die Spielvereinigung Unterhaching, die mit dem Schlusspfiff 1:0-Sieg über Kickers Offenbach feierte und jetzt ein noch heißerer Anwärter auf die Rückkehr in die 2. Bundesliga geworden ist.

Aber die gegen Dresden gezeigte Leistung der Elf von Trainer Pavel Dotchev verursacht viele Sorgenfalten. Die Fans erlebten eine indiskutable Vorstellung in der ersten Halbzeit mit einem ideenlosen Ballgeschiebe im Mittelfeld, bei dem immer der den Schwarzen Peter hatte, der gerade in Ballbesitz war. Keine Spur von der von Dotchev geforderten Leidenschaft.

Der Trainer reagierte spät

Und das frühe 1:0 des Ex-Paderborners Thomas Bröker im Anschluss an einen Freistoß (6.), bei dem die gesamte Defensivabteilung der Platzherren nicht weit von einer Arbeitsverweigerung entfernt war, sorgte für eine kollektive Lähmung. Erst nach einer Flanke von Sercan Güvenisik (36.) kam Jovan Damjanovic frei zum Kopfball, entschied sich dabei aber für die kompliziertere Variante und köpfte drüber.

Der Trainer reagierte spät, aber er reagierte. Zur Pause brachte der 43-Jährige mit Frank Löning und Sebastian Schuppan zwei Neue. Endlich zeigte der Tabellenzweite auch spielerische Qualitäten und den von den Fans gewünschten Kampfeswillen. Dafür wurde Paderborn früh belohnt, denn in der 51. Minute flankte Krösche genau auf Löning, der zum 1:1 einköpfte. Leider blieb es in der Folgezeit beim 13. Saisontreffer des Ex-Bremers, obwohl Dresden zunächst kaum Gelegenheit fand, für Entlastung zu sorgen.

Der erlösende zweite Treffer fiel dann aber auf der anderen Seite. Nach einem der zahlreichen Ballverluste (Lindemann) spielten die Sachsen den Konter mustergültig zu Ende und Truckenbrod stürzte Paderborn erneut in pure Fassungslosigkeit. Das Aufbäumen bis zum Schluss wurde nicht mehr belohnt.

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