Braunschweigs Kumbela kommt

Kongolese hat eine bewegte Vorgeschichte

Paderborn (NW/WS). Mit Volldampf stärkt der SC Paderborn die Offensive für die neue Spielzeit. Nach Sercan Güvenisik von Rot-Weiß Essen hat der Verein mit Dominik Kumbela von Eintracht Braunschweig einen weiteren torgefährlichen Stürmer verpflichtet. Der 24-jährige Kongolese unterschrieb einen Drei-Jahres-Vertrag in Paderborn.

Vom FK Pirmasens wechselte Dominik Kumbela zur Saison 2002/2003 zum 1. FC Kaiserslautern. Von dort führte ihn seine Karriere zunächst zu Rot-Weiß Erfurt (Januar 2006 bis Dezember 2007), wo er mit dem jetzigen Paderborner Chef-Trainer Pavel Dotchev zusammenarbeitete. Im Januar 2008 schloss er sich dem Regionalliga-Konkurrenten Eintracht Braunschweig an, für Erfurt und Braunschweig erzielte Kumbela in der Spielzeit 2007/2008 in 28 Spielen neun Tore. "Dominik Kumbela passt genau in unser Profil und bringt sehr gute Qualität für die 3. Liga mit. Zusammen mit Sercan Güvenisik haben wir nun bereits zwei starke Angreifer verpflichtet. Unser Ziel ist es in d er nächsten Saison deutlich mehr Spieler auf dem Platz zu haben, die Tore erzielen können, als im vergangenen Spieljahr", betont Sportlicher Leiter Christian Schreier.

Für Paderborns Cheftrainer Pavel Dotchev stellt die Verpflichtung Kumbelas allerdings eine besondere pädagogische Herausforderung dar. Das wird der gebürtige Bulgare auch wissen, denn erst im vergangenen Jahr ist der Kongolese nach einer heftigen Disco-Prügelei mit anschließendem Polizei-Gewahrsam von Erfurts Präsident Rolf Rombach ("Er wird nie wieder für RWE auflaufen") suspendiert worden.

Auch darüber hinaus hatte der 24-Jährige während seiner Laufbahn bereits für einige Skandale gesorgt. Schon der 1. FC Kaiserslautern beurlaubte ihn wegen Drogenbesitzes frühzeitig. Im Rahmen des Wettskandals wurde er beispielsweise zu einer Geldstrafe verurteilt. Überdies kassierte Kumbela während der Spielzeit 07/08 zwei Rote Karten für jeweils grob unsportliche Aktionen.

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