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Hier ist Kemal Ademi für den SC Paderborn beim Zweitligaspiel in Kiel im Einsatz. Künftig wird der 26-jährige Angreifer das Trikot des SV Sandhausen tragen. - © picture alliance/dpa
Hier ist Kemal Ademi für den SC Paderborn beim Zweitligaspiel in Kiel im Einsatz. Künftig wird der 26-jährige Angreifer das Trikot des SV Sandhausen tragen. | © picture alliance/dpa

SCP-Splitter Ein Ex-Paderborner stürmt für Sandhausen, Lauterns Rotsünder wird gesperrt

Kemal Ademi wechselt ablösefrei zum SCP-Ligakonkurrenten. Ein FCK-Akteur muss zwei Spiele zuschauen. Paderborns nächster Gegner beklagt Ausfälle. Und ab sofort gibt es Karten fürs Heimspiel gegen Magdeburg.

Frank Beineke
16.08.2022 , 16:30 Uhr

Ademi heuert im Hardtwald an

In der Rückrunde der vergangenen Saison hatte Kemal Ademi als Leihgabe des russischen Erstligisten Khimki Moskau für den SC Paderborn gespielt. Der in Villingen-Schwenningen geborene Stürmer hatte allerdings mit gesundheitlichen Problemen und Verletzungen zu kämpfen, so dass er trotz durchaus guter Ansätze nur zu sechs Pflichtspiel-Einsätzen (1 Tor, 2 Assists) kam.

Und so verzichtete der SCP wenig überraschend auf seine Kaufoption. Ademi kehrte in diesem Sommer nach Moskau zurück, kam in den ersten fünf Saisonspielen aber nur auf neun Einsatzminuten. Ab sofort ist der 26-jährige Schweizer nun wieder in der 2. Bundesliga am Ball, denn SCP-Ligakonkurrent SV Sandhausen sicherte sich die Dienste des 1,95 Meter großen Angreifers.

"Ich freue mich, dass wir mit Kemal den Stürmertyp gefunden haben, der uns noch fehlte", sagt SVS-Trainer Alois Schwartz über seinen Neuzugang, dessen gut dotierter Vertrag in Moskau noch bis Juli 2024 galt. Doch dank einer FIFA-Sonderregel konnte Ademi seinen Vertrag kündigen und ablösefrei zu den Hardtwald-Kickern wechsel. „Ich musste nicht lange überlegen, als mein Berater von einem Angebot des SVS erzählt hat", erklärt der Ex-Paderborner.

Zuck muss zwei Spiele zuschauen

Für Hendrick Zuck war die 0:1-Heimpleite des 1. FC Kaiserslautern gegen den SC Paderborn doppelt bitter. Der 32-jährige Linksverteidiger hatte nämlich in der 50. Minute von Schiedsrichter Matthias Jölllenbeck die Rote Karte gesehen. Das Sportgericht des Deutschen Fußball Bundes fällte nun das Urteil: Zuck wurde wegen unsportlichen Verhaltens für zwei Spiele gesperrt und verpasst damit die FCK-Partien gegen Fürth und Magdeburg. Spieler und Verein haben dem Urteil zugestimmt.

Der Lauterer Rotsünder war am Freitag wegen einer Notbremse an SCP-Stürmer Sirlord Conteh beim Spielstand von 0:0 vom Platz gestellt worden. Es war eine korrekte Entscheidung, die FCK-Trainer Dirk Schuster dennoch sauer aufstieß. So hatte Lauterns Chefcoach zuvor ein Foul von Conteh gesehen.

Müller ist schon wieder am Ball

SCP-Neuzugang Tobias Müller hatte auf die Reise in die Pfalz verzichten müssen. Der 28-Jährige war in der vergangenen Woche im Training umgeknickt und wurde wegen einer leichten Sprunggelenksblessur aus dem 20er-Kader gestrichen. Doch Müller war schon am Montag beim Start in die neue Trainingswoche wieder am Ball und ist beschwerdefrei.

Die Paderborner Personallage ist ohnehin recht rosig. So fallen derzeit nur Sebastian Klaas, Kai Klefisch und Kelvin Ofori aus. Letztgenannter absolvierte auch am Dienstag auf dem Rasen des Trainingszentrums eine individuelle Einheit mit Reha-Coach Nils Vogt.

Kiel ohne Komenda

Marco Komenda bestach in den ersten Saisonspielen mit konstant guten Leistungen. Doch wenn Holstein Kiel an diesem Samstag, 20. August, um 13 Uhr beim SC Paderborn gastiert, müssen die Gäste auf ihren zuverlässigen Innenverteidiger verzichten. Grund: Komenda erlitt am vergangenen Samstag beim Kieler 3:0-Heimsieg gegen Eintracht Braunschweig einen Sehnenabriss an den Adduktoren.

Der 25-Jährige wird der KSV Holstein damit lange fehlen. Auch Kiels Mittelfeldspieler Lewis Holtby muss erst einmal eine Zwangspause einlegen. Der 31-Jährige laboriert an einem Meniskusschaden und unterzog sich nun einem arthroskopischen Eingriff.

Karten fürs Magdeburg-Spiel

Für das besagte SCP-Heimspiel gegen Holstein Kiel waren zu Beginn dieser Woche bereits rund 6.500 Tickets verkauft worden. Tickets gibt es weiterhin im freien Verkauf. Auch Karten für das Paderborner Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg (Samstag, 3. September, 13 Uhr) sind bereits zu haben. Allerdings sind bis einschließlich Mittwoch, 17. August, zunächst einmal nur Vereinsmitglieder am Zug.

Diese können Karten im Online-Ticketshop auf scp07.de, per Ticket-Hotline unter (01806) 99 18 18 und im SCP-Fanshop in der Home Deluxe Arena erwerben. Für jedes Mitglied gibt es bis zu vier Tickets. Der freie Verkauf für das Spiel startet am Donnerstag, 18. August, um 9 Uhr. Karten für den Gastbereich sind direkt über den 1. FC Magdeburg erhältlich.

Kwasniok und die Arminia-Krise

Die kapitale Krise beim OWL-Nachbarn Arminia Bielefeld ist natürlich auch beim SCP ein Gesprächsthema. "Dass sich Mannschaften nach einem Abstieg zu Saisonbeginn schwer tun, ist keine Überraschung. Das hat man ja auch in der vergangenen Saison bei Bremen und Schalke gesehen", sagt Lukas Kwasniok. "Aber dass Bielefeld nach vier Spieltagen mit null Punkten dasteht, ist für mich dann doch überraschend", ergänzt Paderborns Trainer, der keine Ursachenforschung betreiben will. "Ich habe von der Arminia bislang auch nur das Spiel gegen den HSV gesehen", berichtet Kwasniok.

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