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Michael Parensen (l.) gewann mit Union Berlin gegen den 1. FC Köln. Hier kämpft er mit Kingsley Ehizibue um den Ball. - © imago images/Matthias Koch
Michael Parensen (l.) gewann mit Union Berlin gegen den 1. FC Köln. Hier kämpft er mit Kingsley Ehizibue um den Ball. | © imago images/Matthias Koch

SC Paderborn Wiedersehen in der Heimat: Warum Unions Dauerbrenner heiß auf den SCP ist

Der Ex-Paderborner Michael Parensen ist Rekordspieler bei den Berlinern. Er genießt ähnlich wie SCP-Coach Baumgart Kultstatus bei den Eisernen und freut sich auf Unterstützung aus seinem Dorf

Uwe Müller
11.12.2019 | Stand 11.12.2019, 09:02 Uhr

Paderborn/Berlin. Michael Parensen und Paderborns Trainer Steffen Baumgart haben einige Gemeinsamkeiten. Beide schafften den Aufstieg aus der 3. in die 2. Liga und als Krönung den Sprung in die höchste deutsche Fußball-Liga. Und beide genießen beim 1. FC Union Berlin Kultstatus – weil sie echte Typen sind. Und die kommen im Stadtteil Köpenick bestens an. Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) treffen sie in der Paderborner Benteler Arena aufeinander beim Aufsteigerduell.

Michael Parensen, dienstältester Spieler der Eisernen, freut sich besonders auf dieses Auswärtsspiel. Aus mehreren Gründen: In der Jugend spielte er beim SC Paderborn und schaffte von dort den Sprung in den Profifußball, sein Heimatdorf Eversen ist nur 35 Kilometer entfernt und er scheint derzeit der Sieggarant der Unioner zu sein.

Drei Einsätze hatte der 33-Jährige und dreimal gewann Berlin – 2:0 gegen Freiburg, 3:2 in Mainz und zuletzt 2:0 gegen den anderen Aufsteiger 1. FC Köln. „Ob ich Samstag spiele, weiß ich natürlich nicht. Vor der Saison war klar, dass ich der Backup bin, wenn Verteidiger ausfallen. Jetzt habe ich drei Einsätze gehabt, es läuft für mich persönlich ganz gut", genießt Parensen die 1. Liga, die für ihn der absolute Höhepunkt seiner Fußballlaufbahn ist. Nicht nur für die Union-Fans ist mit dem Aufstieg ein Traum erfüllt worden, auch für den Linksverteidiger. „Ich freue mich über jeden Einsatz", sagt Unions Rekordspieler (227 Profieinsätze).

Traum ist für ihn in Erfüllung gegangen

Lässt Berlins Trainer Urs Fischer mit Dreier-Abwehrkette spielen, stehen die Chancen für einen vierten Bundesligaeinsatz für den gebürtigen Bad Driburger nicht schlecht. Er hatte gegen Köln den angeschlagenen Neven Subotic ersetzt. Dass sein Club schon stolze 19 Punkte auf dem Konto hat, der Mitaufsteiger SCP aber erst 8, hängt laut Parensen von Kleinigkeiten ab. „Wir hatten anfangs auch eine Phase, wo es oft knapp war, das waren viele enge Spiele. Wir hatten dann aber auch mal das Quäntchen Glück – das fehlte Paderborn. Für das was sie aufwenden, haben sie zu wenig Punkte geholt", so der Berliner.

Zuletzt gegen Köln sei es für sein Team sehr wichtig gewesen, in Führung zu gehen – das sei der Schlüssel zum Erfolg gewesen. Er ist aber der Meinung, dass alle Aufsteiger in der Bundesliga mithalten können – auch die zuletzt erschreckend schwachen Kölner. „Die haben eigentlich mehr drauf, aber es fehlt da wohl zurzeit das Selbstvertrauen." Davon strotzen die Berliner derzeit.

Union hat eine schlechte Auswärtsbilanz

Ob es auch reicht, aus Paderborn etwas Zählbares mitzunehmen? Schließlich ist die Auswärtsbilanz von Union mit nur vier Punkten aus sechs Spielen deutlich ausbaufähig. „Die Paderborner können uns mit der Art und Weise wie sie Fußballspielen schon gefährlich werden. Wir sind auf jeden Fall nicht der Favorit in diesem Spiel. Paderborn kann uns weh tun", rechnet er mit einem Spiel auf Augenhöhe. Allerdings war Union Berlin meistens so richtig stark mit den euphorischen Fans im Rücken in der alten Försterei. In acht Spielen bejubelten sie dort fünf Heimsiege.

„Sicher ist bei uns immer mächtig was los, aber auch in Paderborn wird das Stadion voll und eine gute Stimmung sein. Für den SCP ist es ja ein extrem wichtiges Spiel", weiß er, dass die Baumgart-Elf nach dem 1:0-Erfolg in Bremen nun wieder Hoffnung im Abstiegskampf hat. Die will er mit Union Berlin aber dämpfen und nachher mit seinem Privat-Fanclub feiern. „Aus Eversen haben sich viele angemeldet, die freuen sich, dass ein Junge aus dem Dorf es in die Bundesliga geschafft hat", sagt er schmunzelnd.

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