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Die SCP-Akteure (vorne v. l.) Streli Mamba, Mohamed Dräger, Laurent Jans und Christopher Antwi-Adjei diskutieren nach dem 2:3 gegen Leipzig über die zurückliegenden 90 Minuten. - © Wilfried Hiegemann
Die SCP-Akteure (vorne v. l.) Streli Mamba, Mohamed Dräger, Laurent Jans und Christopher Antwi-Adjei diskutieren nach dem 2:3 gegen Leipzig über die zurückliegenden 90 Minuten. | © Wilfried Hiegemann

SC Paderborn Pressestimmen zum SCP: "Paderborn liegt in Mentalitätsdingen weit vorn"

So urteilen die Medien über die knappe 2:3-Heimniederlage des SC Paderborn gegen RB Leipzig

Frank Beineke
02.12.2019 | Stand 02.12.2019, 13:27 Uhr

Paderborn. Erst deutete vieles auf ein Debakel hin. Dann wäre beinahe noch Zählbares herausgesprungen. Die wackeren Erstliga-Kicker des SC Paderborn boten im Heimspiel gegen RB Leipzig wieder beste Unterhaltung, mussten sich beim 2:3 aber einmal mehr einem klar favorisierten Gegner knapp geschlagen geben. Im Folgenden haben wir einige Pressestimmen zur Energieleistung des SCP zusammengestellt.

Paderborn. Erst deutete vieles auf ein Debakel hin. Dann wäre beinahe noch Zählbares herausgesprungen. Die wackeren Erstliga-Kicker des SC Paderborn boten im Heimspiel gegen RB Leipzig wieder beste Unterhaltung, mussten sich beim 2:3 aber einmal mehr einem klar favorisierten Gegner knapp geschlagen geben. Im Folgenden haben wir einige Pressestimmen zur Energieleistung des SCP zusammengestellt. Kicker "Fast mutet es an wie jene Warteschleife, in der Anrufer heuzutage meistens für geraume Zeit landen, wenn sie am Telefon Auskünfte von einem Unternehmen einholen wollen. "Mehr verdient, große Mentalität gezeigt, sich mit Fehlern um den möglichen Erfolg gebracht" - das Repertoire typischer Paderborner Einschätzungen wurde auch nach dem Spiel gegen Leipzig wieder bemüht, weitgehend zu Recht. (...) "Bitte haben sie noch etwas Geduld..." - so ist es häufig in besagten Warteschleifen zu hören. Es gibt beim SCP weiterhin zuversichtliche Töne, dass im Abstiegskampf noch bessere Zeiten anbrechen." Leipziger Volkszeitung "Ein wenig fühlte sich der fußballinteressierte Zuschauer am Samstagabend an den vergangenen Spieltag erinnert. Erneut schoss eine Mannschaft vor der Halbzeit drei Tore, erneut geriet in Halbzeit zwei die bis dato ebenso souverän auftretende wie führende Mannschaft ins Wanken. Wichtiger Unterschied zum Spiel Dortmund gegen Paderborn: Diesmal bliesen die Ostwestfalen zur Aufholjagd, drohte RB Leipzig den sicher geglaubten Sieg zu verspielen. (...) Plötzlich gab der SCP den Ton an, trat der Aufsteiger so auf, wie er in den vergangenen Wochen schon so manchen hochgelobten Gegner geärgert hatte: bissig, laufstark mit direkten Zug zum Tor. RB hatte in dieser Phase nur noch wenig entgegenzusetzen. (...) Tatsächlich wurde in Paderborn besonders deutlich, wie hoch der Preis ist, den die Mannschaft von Julian Nagelsmann für die aktuelle Erfolgswelle zahlt. Das laufintensive, zweikampfbetonte und mental anspruchsvolle System fordert mittlerweile Tribut." Deutsche Presse-Agentur (DPA) "Die Gastgeber, die vor einer Woche beim 3:3 in Dortmund noch so überrascht hatten, hatten der Leipziger Offensivwucht anfangs überhaupt nichts entgegenzusetzen. Die Paderborner kamen immer einen Schritt zu spät, waren den robusten RB-Spielern zudem hoffnungslos in den Zweikämpfen unterlegen. Doch trotz des klaren Rückstandes und der deutlichen Unterlegenheit kamen die Paderborner mit viel Schwung aus der Kabine. (...) Leipzig verlor nun den Faden. Doch mit Ach und Krach brachten die Gäste die Führung über die Zeit." Süddeutsche Zeitung "Eine Halbzeit lang hatten die Leipziger beeindruckend demonstriert, warum sie gegen Paderborn so viel souveräner agierten als Dortmund eine Woche zuvor: weil die Leipziger Defensivspieler nämlich viel schneller sind als die Dortmunder. Zusammen mit ihren Kollegen tranchierten sie den SC Paderborn wie eine Martinsgans, spielten nach der Pause aber seltsamerweise so, als hätten sie zu viel Martinsgangs gegessen. (...) Aus Spielen gegen die unermüdlichen, unerschrockenen und trotzdem meistens halt unerfolgreichen Paderborner gehen Kontrahenten so gut wie nie gleichgültig heraus. (...) Der Tabellenletzte liegt in Mentalitätsdingen ganz weit vorne. Diese Erkenntnis nehmen die fußballerisch besten Klubs aus ihrem Anschauungsunterricht in Ostwestfalen stets mit heim." Kicker online "Leidenschaftlich, aufopferungsvoll, emotional: So spielte der SC Paderborn am Samstagnachmittag gegen RB Leipzig - zumindest in den zweiten 45 Minuten. (...) Mit einem unerschütterlichen Glauben an sich selbst, mit großem Willen und mit hoher Emotionalität sorgten die Paderborner dafür, dass in einer schier aussichtslosen Lage ein derartiger Ruck durch die Benteler-Arena ging, dass Leipzig noch einmal ins Wanken geriet. Zur Wahrheit gehört allerdings auch: Es waren - wie schon beim vorangegangenen 3:3 bei Borussia Dortmund - zwei von Grund auf verschiedene Hälften des SCP."

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