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Trifft auf alte Bekannte: Tobias Schwede, hier noch im Trikot des SC Paderborn, kickt mit Wehen Wiesbaden gegen seinen Ex-Klub. - © Wilfried Hiegemann
Trifft auf alte Bekannte: Tobias Schwede, hier noch im Trikot des SC Paderborn, kickt mit Wehen Wiesbaden gegen seinen Ex-Klub. | © Wilfried Hiegemann

SC Paderborn Warum Wiesbaden für den SC Paderborn ein Vorbild sein kann

Im nordhessischen Lohfelden testet der SCP am Donnerstag gegen den Zweitliga-Aufsteiger, der zuletzt die Kurve bekommen hat

Frank Beineke
09.10.2019 | Stand 09.10.2019, 16:28 Uhr

Paderborn. Testspiele sind ja oftmals eine willkommene Gelegenheit, um Reservisten Spielpraxis zu gewähren. Wenn der SC Paderborn an diesem Donnerstag, 10. Oktober, um 14 Uhr im nordhessischen Lohfelden auf den Zweitliga-Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden trifft, wird aber wohl vor allem das etatmäßige Stammpersonal auf reichlich Einsatzminuten kommen. Denn der besagte Freundschaftskick ist mit Blick auf die nächste Bundesliga-Partie beim 1. FC Köln (Sonntag, 20. Oktober) von großer Bedeutung. "Letztlich werden zwar wohl alle Spieler, die wir mitnehmen, zum Einsatz kommen", sagt SCP-Coach Steffen Baumgart. Aber vornehmlich gehe es diesmal darum, mehr Sicherheit und Klarheit ins Spiel zu bekommen. "Wir nehmen den Test sehr ernst. Wir werden sicher Dinge ausprobieren, um in Köln punkten zu können", erklärt Innenverteidiger Uwe Hünemeier. Wiedersehen mit Schwede Dieser trifft mit seinen Teamkollegen auf einen Klub, der dem SCP durchaus als Vorbild dienen könnte. Denn ebenso wie Paderborn hatte der Zweitliga-Novize aus der hessischen Landeshauptstadt nach sieben Ligaspielen lediglich einen Punkt auf dem Konto. Dann aber folgten ein 2:0-Heimsieg gegen Osnabrück und ein sensationeller 2:1-Erfolg beim VfB Stuttgart. Beim Dreier in Stuttgart stellte Wehen Wiesbaden zwei Zweitliga-Minusrekorde auf. So spielte das Team von Trainer Rüdiger Rehm im gesamten Spiel ganze 69 Pässe. Und der Ballbesitz-Anteil lag bei mageren 16 Prozent. Dies war den Hessen aber herzlich egal. Schließlich hatten sie ja noch ihren Topstürmer Manuel Schäffler, der mit acht Treffern die Zweitliga-Torjägerliste anführt. Zudem feierte ein Ex-Paderborner gegen Stuttgart sein Comeback. So wurde Tobias Schwede in der 83. Minute eingewechselt. Der 25-jährige Außenbahnspieler war am 21. August vom SCP nach Wehen Wiesbaden gewechselt und hatte nur drei Tage später beim 3:3 in Bochum ein starkes Startelf-Debüt für die Hessen gefeiert. Nach der anschließenden 0:5-Pleite gegen Regensburg sollte Schwede jedoch einen Muskelfaserriss erleiden, der nun auskuriert ist. Und so dürfte der gebürtiger Bremer am Donnerstag gegen seinen ehemaligen Klub zum Einsatz kommen. Und auch der Ex-Paderborner Phillip Tietz steht im Wiesbadener Kader. Die Anstoßzeit ist ungünstig Der Testkick steigt dabei im Nordhessenstadion in Lohfelden bei Kassel. "Wir freuen uns auf das Spiel und wir haben seit Jahren im Nachwuchsbereich sehr gute Kontakte zum SC Paderborn. Aber ich kann überhaupt nicht einschätzen, wie viele Zuschauer kommen. Die Anstoßzeit ist ja ziemlich ungünstig", erklärt Megdi Tafoski, erster Vorsitzender des gastgebenden FSC Lohfelden. Immerhin sind in Hessen derzeit Herbstferien. Zudem gibt es bei einem Eintrittspreis von nur fünf Euro wahrlich nichts zu meckern. Hochklassiger Fußball wird im Nordhessenstadion übrigens ansonsten nicht mehr präsentiert. Der FSC kickte zwar viele, viele Jahre in der fünftklassigen Hessenliga, zog sich aber vor dieser Saison aus finanziellen Gründen in die A-Liga zurück.

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