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Schmerzhafter Saisonauftakt: Uwe Hünemeier, hier gegen Bayer-Akteur Lars Bender, verletzte sich beim 2:3 in Leverkusen. Foto: Imago - © imago images / Jan Huebner
Schmerzhafter Saisonauftakt: Uwe Hünemeier, hier gegen Bayer-Akteur Lars Bender, verletzte sich beim 2:3 in Leverkusen. Foto: Imago | © imago images / Jan Huebner

SC Paderborn Bei Routinier Hünemeier zwickt der Rücken

Der Innenverteidiger droht gegen Freiburg auszufallen

Frank Beineke
22.08.2019 | Stand 22.08.2019, 18:07 Uhr |

Paderborn. Beim ersten Bundesliga-Heimspiel der Vereinsgeschichte hatte SCP-Akteur Uwe Hünemeier vor fünf Jahren im Brennpunkt gestanden. Der damals 28 Jahre alte Innenverteidiger köpfte gegen den FSV Mainz 05 in der 87. Minute zur Paderborner 2:1-Führung ein, verursachte in der Nachspielzeit dann aber den Elfmeter zum 2:2-Endstand. Ob Hünemeier auch an diesem Samstag bei der Heimspiel-Saisonpremiere gegen den SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr) eine Hauptrolle spielen kann, ist indes fraglich. Denn hinter dem Einsatz des Abwehr-Routiniers steht noch ein Fragezeichen. So hatte sich Hünemeier bei der 2:3-Auftaktniederlage in Leverkusen am Rücken verletzt. Erst am Donnerstag stieg der 33-Jährige wieder ins Training ein. „Ich gehe aber davon aus, dass Uwe spielen kann", sagt SCP-Trainer Steffen Baumgart. Sollte „Hüne" dennoch ausfallen, würde der erst 19-jährige Neuzugang Luca Kilian sein Erstliga-Debüt feiern. Ansonsten ist es aber gut möglich, dass Baumgart auf exakt jene Startelf setzt, die in Leverkusen überzeugt hatte. „Wir behalten uns jedoch Wechsel vor", sagt der SCP-Coach, der Freiburg in einer etwas defensiveren Grundordnung erwartet. „Vielleicht werden wir daher nicht die tiefen Räume bekommen, die wir in Leverkusen hatten", mutmaßt Baumgart, der sein Team gewohnt offensiv ausrichten wird. "Wir müssen eine gute Absicherung haben" „Wir müssen trotzdem eine gute Absicherung haben, denn Freiburg ist sehr stark im Umschaltspiel. Es ist eine erfahrene Mannschaft mit einem sehr erfahrenen Trainer", urteilt der 47-jährige Paderborner. Sein besagter Kollege aus Freiburg ist derweil gewarnt. „Ich weiß, was am Samstag auf uns zukommt", sagt Christian Streich, „da brennt die Hütte und da geht es nur vorwärts mit Zweikampf und Feuer." Allerdings wird das erste SCP-Heimspiel nicht ausverkauft sein. Freiburg nimmt nur 1.000 der 1.500 Gäste-Karten in Anspruch. Und auch im Heimbereich wird es am Samstag an den Tageskassen noch 800 Stehplatz-Karten für die Nordtribüne geben. „Ich bin deshalb aber nicht enttäuscht. Ich freue mich über jeden, der kommt. Aber besonders wichtig sind für mich die Fans, die uns immer unterstützen. Egal, wie es um uns steht. Ich denke da vor allem an die 800 Zuschauer, die damals gegen Sprockhövel im Stadion waren", erinnert sich Baumgart an sein erstes Pflichtspiel als SCP-Coach, in dem es im Westfalenpokal gegen den damaligen Regionalligisten ging. Diese Zeiten sind vorbei. Ab Samstag gibt’s in der Benteler-Arena wieder Erstliga-Fußball. Und vielleicht ist dort demnächst auch Patrick Kammerbauer im SCP-Trikot zu sehen. Der 22-Jährige steht derzeit beim SC Freiburg unter Vertrag, absolvierte aber bis Donnerstag ein dreitägiges Probetraining in Paderborn. Sehen Sie hier das Video der Pressekonferenz: „Wir kennen seine fußballerischen Qualitäten. Er kann auf der Sechs, auf der Acht, aber auch auf Außen spielen. Aber wir wollten sehen, ob er bei uns reinpasst", sagt Baumgart. Die Entscheidung, ob Kammerbauer verpflichtet wird, sei noch nicht gefallen. „Wir haben ein, zwei potenzielle Kandidaten. Einer davon ist er", berichtet der SCP-Coach, der sich nun aber erst einmal aufs Freiburg-Spiel konzentriert. „Jede Partie ist für uns ein Geschenk, jedes Spiel sollte für uns ein Fest werden", sagt Baumgart, „aber dabei wollen wir nicht nur gut aussehen. Wir wollen Punkte holen."

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