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Kandidat für Paderborn: Patrick Kammerbauer vom SC Freiburg absolviert derzeit ein Probetraining beim SCP. - © imago images / eu-images
Kandidat für Paderborn: Patrick Kammerbauer vom SC Freiburg absolviert derzeit ein Probetraining beim SCP. | © imago images / eu-images

SC Paderborn SC Paderborn: Schwede geht, Kammerbauer könnte kommen

Der SCP-Außenbahnspieler unterschreibt einen Zweijahresvertrag in Wiesbaden. Ein Freiburger ist im Probetraining

Frank Beineke
21.08.2019 | Stand 21.08.2019, 17:56 Uhr

Paderborn. Der SC Paderborn verzeichnet einen weiteren Abgang. Tobias Schwede verlässt den Erstliga-Aufsteiger und wechselt zum Zweitliga-Neuling SV Wehen-Wiesbaden. Der 25-jährige Außenbahnspezialist erhält bei den Hessen einen Vertrag bis Juli 2021. Dafür könnte ein 22-jähriger Defensiv-Allrounder vom SC Freiburg zum SCP wechseln: Patrick Kammerbauer ist bis einschließlich Donnerstag Trainingsgast in Paderborn. Bis morgen trainiert Probespieler Patrick #Kammerbauer vom @scfreiburg mit dem #SCP07. pic.twitter.com/8VVDn9uktr — SC Paderborn 07 (@SCPaderborn07) 21. August 2019 Der gebürtige Mittelfranke wurde in der Nachwuchsabteilung des 1. FC Nürnberg ausgebildet und bestritt 31 Zweitliga-Partien für die Clubberer, ehe es ihn zur Saison 2018/2019 zum SC Freiburg zog. Dort konnte sich der 1,74-Meter-Mann aber nicht durchsetzen. Im Winter wurde Kammerbauer an Holstein Kiel ausgeliehen. Beim Zweitligisten aus dem hohen Norden kam er jedoch nur zu vier Kurzeinsätzen. Nun könnte der ehemalige Jugend-Nationalspieler, der 25 Junioren-Länderspiele auf dem Konto hat, beim SCP anheuern. Kammerbauer ist ein Kandidat fürs defensive Mittelfeld, wäre aber auch eine Option für die Viererkette. "Er wurde uns angeboten und wir schauen uns den Jungen mal an", erklärt SCP-Sport-Geschäftsführer Martin Przondziono, der Kammerbauer noch aus gemeinsamen Nürnberger Zeiten kennt. "Patrick würde durchaus in unser Beuteschema passen", sagt Przondziono. Schwede stand schon länger im Fokus des SV Wehen-Wiesbaden Tobias Schwede hat dagegen das Kapitel Paderborn beendet. SCP-Sport-Geschäftsführer Martin Przondziono hatte bereits angekündigt, dass Schwede vor dem Absprung steht. Der gebürtige Bremer war im Sommer 2018 vom 1. FC Magdeburg zum SC Paderborn gekommen und galt eigentlich als "Königstransfer", nachdem er beim Mitaufsteiger aus der Börde eine ganz starke Drittliga-Saison gespielt hatte. Doch in Paderborn konnte er die hohen Erwartungen nie erfüllen. Schwede kam zwar auf 19 Zweitliga-Einsätze, stand aber in der Rückrunde nur noch selten im SCP-Kader. Auch beim Erstliga-Auftakt in Leverkusen zählte der 25-Jährige nicht zum 20er-Aufgebot. Ab sofort kickt Schwede nun für den SV Wehen-Wiesbaden, bei dem seit dieser Saison auch sein ehemaliger Paderborner Teamkollege Phillip Tietz unter Vertrag steht. "Wehen hatte schon länger ein Auge auf Tobi geworfen", erklärt Steffen Baumgart. "Wir haben mit Tobi offen über seine Situation und seine Chancen auf Spielpraxis geredet. Und wir haben ihm gesagt, dass er bei uns wohl nicht viel Spielzeit bekommen kann", fügt der SCP-Cheftrainer an. Und so unternimmt Schwede nun einen Neuanfang in der 2. Liga. "Tobias bringt Qualität mit. Er ist auf den Außenbahnen flexibel einsetzbar und kennt die Liga aus der Paderborner Aufstiegssaison, aus der er genau weiß, was es in dieser Liga braucht, um zu bestehen", urteilt Wiesbadens Coach Rüdiger Rehm. Beim SC Paderborn könnte es unterdessen durchaus einen weiteren Abgang geben. "Vielleicht leihen wir noch Spieler aus, die nur wenig Chancen auf Kader-Einsätze haben", erklärt Sportchef Przondziono. Zuletzt schafften beispielsweise die Neuzugänge Johannes Dörfler und Marcel Hilßner nicht den Sprung ins 20er-Aufgebot. Durch den Schwede-Abgang und das Weiterkommen im Pokal sei auf der anderen Seite der Spielraum für Nachverpflichtungen etwas größer geworden. "Es muss aber schon ein Transfer mit Sinn und Verstand sein", so Przondziono.

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