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Paderborns Profi Klaus Gjasula (l.), im Kopfballduell mit Hamburgs Rick van Drongelen (Saison 2018/2019), trägt seit einer Kopfverletzung nur noch Helm. - © (Archivbild) Wilfried Hiegemann
Paderborns Profi Klaus Gjasula (l.), im Kopfballduell mit Hamburgs Rick van Drongelen (Saison 2018/2019), trägt seit einer Kopfverletzung nur noch Helm. | © (Archivbild) Wilfried Hiegemann

SC Paderborn SCP-Spieler Klaus Gjasula schlägt Helm-Pflicht im Profifußball vor

Marc Schröder
21.08.2019 | Stand 21.08.2019, 13:13 Uhr

Paderborn (dpa/msc). Der Paderborner Bundesliga-Profi Klaus Gjasula hat eine Helm-Pflicht für alle Spieler im deutschen Profifußball vorgeschlagen. „Ich fände es sinnvoll, wenn alle Spieler einen Helm tragen würden. Das würde vielleicht auf dem Platz komisch aussehen, aber es wäre definitiv für die Gesundheit aller das Beste", sagte der 29-Jährige vom Erstliga-Aufsteiger SC Paderborn am Mittwoch in einem Interview des Portals t-online.de. Der 1,90 Meter große Deutsch-Albaner trägt in jeder Partie einen Helm, nachdem er im Oktober 2013 bei einem Kopfballduell einen Bruch des Jochbogens erlitten hatte. „Der Helm gibt mir einfach das Gefühl, dass nichts passieren kann", sagte Gjasula. Am vergangenen Wochenende hatte es in den Bundesligapartien mehrere Zusammenstöße in Kopfballduellen gegeben, bei denen einige Spieler deutliche Blessuren davongetragen haben. So etwa Berlins Marko Grujic, der kurz vor seinem Treffer gegen Bayern München mit Gegenspieler Benjamin Pavard zusammengeprallt war. Eine kleine Erinnerung an #FCBBSC für Marko #Grujic ... 😳😱 #hahohepic.twitter.com/QeXa5R5PY8 — Hertha BSC (@HerthaBSC) 17. August 2019 Paderborns Gjasula ist längst nicht der einzige Fußballer, der nach einer Kopfverletzung mit Schutzhelm spielt. Prominentestes Beispiel ist wohl der ehemalige tschechische Torwart Petr Cech (Chelsea FC), der nach einem Schädelbruch nur noch mit einem Rugby-Helm auflief. Seit einiger Zeit legen Sportmediziner und Fußballverbände ein besonderes Augenmerk auf Kopfverletzungen und insbesondere daraus resultierende Gehirnerschütterungen. Einer der Auslöser war der Zustand von Nationalspieler Christoph Kramer (Borussia Mönchengladbach) nach einem Zusammenprall im WM-Finale 2014 in Brasilien. Einen vollständigen Schutz vor Kopfverletzungen bieten Helme jedoch nicht, dass zeigen Sportarten wie American Football und Eishockey, wo der Helm zur Ausrüstung gehört. Mittlerweile gibt es in den amerikanischen Profiligen jedoch strikte Regeln (Concussion Protocol), nach denen Spieler beim Verdacht auf Gerhirnerschütterungen von neutralen Ärzten untersucht werden. Diese Ärzte entscheiden dann, ob ein Spieler aus dem Spiel genommen werden muss oder erneut auflaufen darf. Mit Informationen der dpa erstellt.

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