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Option für die Startelf: SCP-Stürmer Khiry Shelton (l.), hier im Testspiel gegen Ipswich, darf sich auch aufgrund seiner Robustheit und Körpergröße Hoffnungen auf einen Pokal-Einsatz in Rödinghausen machen. - © Marc Köppelmann
Option für die Startelf: SCP-Stürmer Khiry Shelton (l.), hier im Testspiel gegen Ipswich, darf sich auch aufgrund seiner Robustheit und Körpergröße Hoffnungen auf einen Pokal-Einsatz in Rödinghausen machen. | © Marc Köppelmann

SC Paderborn SC Paderborn vor hoher Pokalhürde in Rödinghausen

Auf dem Papier ist der Erstligist beim DFB-Pokal-Spiel in Rödinghausen klarer Favorit. Doch die Aufgabe hat es in sich

Frank Beineke
11.08.2019 | Stand 11.08.2019, 11:21 Uhr |

Paderborn. Der DFB-Pokal und der SC Paderborn – das war lange Zeit keine Liebesbeziehung. Unter Trainer Steffen Baumgart aber erreichte der Verein zuletzt zwei Mal in Folge das Viertelfinale. Auf dem Weg zu ähnlichen Erfolgen muss an diesem Sonntag, 11. August, allerdings eine hohe Hürde gemeistert werden. Dann gastiert der Erstliga-Aufsteiger um 15.30 Uhr in der ersten Runde des DFB-Pokals im ausverkauften Häcker-Wiehenstadion beim SV Rödinghausen (Liveticker auf nw.de). Der Gastgeber ist zwar nur ein Viertligist. Doch die Aufgabe ist alles andere als einfach. „Da kommt einiges auf uns zu", sagt SCP-Coach Steffen Baumgart. Zum einen kegelte Rödinghausen im vergangenen Jahr den Zweitligisten Dynamo Dresden aus dem Pokal, um anschließend nur hauchdünn am großen FC Bayern München (1:2) zu scheitern. Zum anderen hat der aktuelle Spitzenreiter der Regionalliga West bereits zwei Ligaspiele bestritten, in denen der der SV Rödinghausen bei Borussia Mönchengladbach II (3:1) und gegen Fortuna Köln (4:0) auftrumpfte. Vorsicht vor Rödinghausens Innenverteidigern „Das ist eine sehr gute Mannschaft mit einer sehr guten Struktur, einem exzellenten Umschaltspiel und einer Extraklasse bei Standards", betont Baumgart. In der Tat: Vier der bislang sieben Saisontreffer erzielte Rödinghausen durch Standardsituationen. Dabei trugen sich die Innenverteidiger-Hünen Daniel Flottmann und Julian Wolff je zwei Mal in die Torschützenliste ein. „Wir müssen das Spiel genauso professionell angehen, als würden wir gegen Leverkusen oder Bayern spielen. Wenn du auch nur fünf Prozent weniger gibst, bekommst du Schwierigkeiten", betont SCP-Kapitän Christian Strohdiek. Und so überlassen die Paderborner nichts dem Zufall. Die Partien des Pokalgegners wurden intensiv beobachtet. Die SCP-Kicker reisen trotz der geographischen Nähe nicht erst am Spieltag an, sondern übernachten in der Nähe von Rödinghausen. „Wir wollen am Sonntag zeigen, dass wir ein Bundesligist sind. Und wir wollen unser Spiel durchziehen und angriffslustig sein", sagt Paderborns Chefcoach, der auf personelle Experimente verzichtet. „Wir spielen am Sonntag in der derzeit stärksten Aufstellung", so Baumgart. Acht Startelf-Positionen dürften hierbei bereits vergeben sein. Im Tor steht Neuzugang Jannik Huth. Die Viererkette bilden Laurent Jans, Christian Strohdiek, Uwe Hünemeier und Gerrit Holtmann. Im Mittelfeld sind Sebastian Vasiliadis und Klaus Gjasula im Zentrum sowie Christopher Antwi-Adjei auf links gesetzt. Nur noch drei Startelf-Plätze sind offen Offen sind die Position im rechten Mittelfeld und die Besetzung im Sturm. Im Angriff dürften Streli Mamba, Ben Zolinski und Khiry Shelton um die beiden Plätze streiten. Für Shelton könnten die Robustheit und Körpergröße sprechen. Stürmer Sven Michel wird unterdessen höchstens im Kader stehen. Der zuverlässige Scorer der vergangenen beiden Spielzeiten hatte weite Teile der Vorbereitung aufgrund von Wadenproblemen verpasst. "Wenn Sven von Beginn an spielen würde, könnte ich es den Spielern, die die komplette Vorbereitung durchgezogen haben, schwer verkaufen", erklärt Baumgart. Noch unklar ist zudem, ob die Afrika-Cup-Teilnehmer Jamilu Collins und Mohamed Dräger im 20er-Kader stehen. "Wenn, dann sind beide mit dabei", so der SCP-Coach. Ein Fragezeichen steht hinter dem angeschlagenen Neuzugang Johannes Dörfler. Definitiv ausfallen werden Sebastian Schonlau und Leopold Zingerle. Sie hoffen darauf, dass sie am 29. oder 30. Oktober ihre Pokal-Saisonpremiere feiern dürfen. Dann nämlich steigt die zweite Runde.

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