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Dämliche Aktion: Ein paar Fans des SC Paderborn zündeten nach dem Zweitliga-Spiel in Dresden bengalische Feuer. - © Andreas Zobe
Dämliche Aktion: Ein paar Fans des SC Paderborn zündeten nach dem Zweitliga-Spiel in Dresden bengalische Feuer. | © Andreas Zobe

SC Paderborn Der DFB bittet den SC Paderborn zur Kasse

Wegen des Fehlverhaltens einiger weniger Fans muss der SCP weitere 7.200 Euro berappen

Frank Beineke
07.06.2019 | Stand 07.06.2019, 20:03 Uhr

Paderborn. Im letzten Zweitliga-Saisonspiel bei der SG Dynamo Dresden setzte es für den SC Paderborn am Sonntag, 19. Mai, eine 1:3-Niederlage. Der Jubel im SCP-Fanblock kannte dennoch keine Grenzen, denn trotz der Pleite stand der Erstliga-Aufstieg zu Buche. Einige wenige SCP-Anhänger benahmen sich jedoch daneben: Sie zündeten nach Spielschluss zwölf bengalische Feuer. Und da pro Bengalo 600 Euro fällig werden, verhängte das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nun eine Geldstrafe in Höhe von 7.200 Euro gegen den SCP. Insgesamt musste der Verein in der vergangenen Saison 15.765 Euro wegen des Fehlverhaltens seiner Fans berappen. "Das ist leider eine deutliche Steigerung", erklärt SCP-Geschäftsführer Martin Hornberger. In den Drittliga-Spielzeiten 2017/18 und 2016/17 waren es noch 9.500 beziehungsweise 5.000 Euro. Allerdings hatte der DFB zur Saison 2018/19 auch seinen Strafenkatalog verschärft. Hamburger SV führt die Geldstrafen-Rangliste an Dies bekam vor allem der Hamburger SV zu spüren. Die Hanseaten mussten insgesamt stolze 294.150 Euro bezahlen und führen somit die Strafen-Rangliste im deutschen Profifußball an. Allein für die Unmengen an Pyrotechnik, die im Stadtderby beim FC St. Pauli zum Einsatz gekommen waren, wurden 150.000 Euro fällig. In der besagten Rangliste folgen Borussia Dortmund (175.000 Euro) und Hertha BSC Berlin (165.000 Euro). Gegen den SCP wurden insgesamt vier Geldstrafen verhängt. Für zehn Bengalos, die bei der Partie in Aue gezündet wurden, musste der Verein 6.000 Euro blechen. Beim DFB-Pokalspiel in Leipzig wurden 1.440 Euro für ein Bengalo und einen Rauchtopf fällig. Und im Heimspiel gegen Holstein Kiel kam es in der Hinrunde zu einem Becherwurf, der mit einer Strafe in Höhe von 1.125 Euro geahndet wurde. Hier wurde der Täter ermittelt, so dass der SCP den Verursacher zur Kasse bitten konnte. Und so bittet der Verein auch jetzt um Mithilfe bei der Identifikation der Täter, die in Regress genommen werden sollen.

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