Hat viel Arbeit vor sich: SCP-Sport-Geschäftsführer Markus Krösche. - © W. Hiegemann
Hat viel Arbeit vor sich: SCP-Sport-Geschäftsführer Markus Krösche. | © W. Hiegemann

SC Paderborn Auf Paderborns Sportchef wartet viel Arbeit

Markus Krösche bastelt fleißig am Kader. Seine persönliche Zukunft ist unterdessen weiter offen

Frank Beineke
22.05.2019 | Stand 22.05.2019, 07:54 Uhr

Paderborn. Die Aufstiegshelden des SC Paderborn sind im Urlaub. Während sich das Trainerteam für ein paar Tage nach Miami verabschiedete, zog es die Spieler am Dienstagvormittag auf die Sonneninsel Mallorca. Als Reminiszenz an den VfL Bochum, der den Paderborner Erstliga-Aufstieg mit dem 2:2 gegen Union Berlin erst ermöglicht hatte, trugen die SCP-Kicker dabei Trikots des VfL Bochum. Am Nachmittag trafen sie am „Ballermann" auf VfL-Keeper Manuel Riemann, der das Remis gegen Union in der Schlussphase festgehalten hatte. Klar, dass der Bochumer das ein oder andere Freigetränk erhielt. Läuft! Die Jungs vom @SCPaderborn07 haben Manu gefunden. Geht anscheinend noch allen einigermaßen gut, danke für die Nachricht!😜 Weiter machen!🎉#meinVfLpic.twitter.com/aWO4MtXz3S — VfL Bochum 1848 (@VfLBochum1848eV) 21. Mai 2019 SCP-Sportchef Markus Krösche aber weilt mit Kaderplaner Martin Przondziono in der Heimat, um am Kader zu basteln. Wie es mit Krösche selbst weitergeht, bleibt unklar. Gut möglich, dass er sich in ein paar Tagen Richtung RB Leipzig verabschiedet. Jedenfalls hüllt sich Paderborns Sportchef weiter in Schweigen, was seine persönliche Zukunft betrifft. Der SCP-Kader ist derzeit zumindest quantitativ bestens bestückt Sollte der 38-Jährige dem SCP Adieu sagen, würde er seinem Nachfolger einen prall gefüllten Kader überlassen. Mit den vier Leihspielern, die bislang für Drittligisten kickten, stehen 32 Spieler im Aufgebot. Massih Wassey und Felix Herzenbruch, die sich nach einem neuen Arbeitgeber umschauen sollen, sind hierbei noch gar nicht mit eingerechnet. „Aber es wird noch eine Menge Bewegung in den Kader kommen. Durch den Aufstieg hat sich die Situation zudem verändert", so Krösche. Wenn das Transferfenster am 2. September schließt, soll der Kader gut 28 Spieler umfassen. Und wenn der SCP am Sonntag, 30. Juni, in die Vorbereitung startet, werden wohl Flügelspieler Marcel Hilßner (24, Hansa Rostock), Verteidiger Luca Kilian (19, Borussia Dortmund II) und Stürmer Johannes Dörfler (22, KFC Uerdingen) zu den Neuzugängen zählen. Schon bald dürften die ersten Verpflichtungen bekanntgegeben werden. „Wir sind in finalen Gesprächen", berichtet Krösche, ohne Namen nennen zu wollen. Bereits abgeschlossen sind die Torhüter-Planungen: Leo Zingerle, Neuzugang Jannik Huth (Mainz 05) und Leon Brüggemeier bilden das Keeper-Trio. Ein variabler Mittelfeldspieler und ein Stürmer sollen her In der Abwehr will der SCP einen Rechtsverteidiger holen. Mohamed Dräger, Leihspieler vom SC Freiburg, war hier bislang gesetzt. Die Freiburger besitzen eine Rückhol-Klausel, die nächste Woche abläuft. Es deutet vieles darauf hin, dass Dräger eine weitere Saison beim SCP bleibt. Linksverteidiger Jamilu Collins wäre ein Kandidat für einen Wechsel, der Paderborn eine satte Einnahme bescheren könnte. Der nigerianische Nationalspieler könnte seinen Marktwert beim Afrika-Cup (21. Juni bis 19. Juli) weiter steigern. Vorher wird der SCP Collins daher wohl nicht ziehen lassen. Winterneuzugang Philimon Tawiah („Er hat unheimlich viel Potenzial", so Krösche) könnte bei einem Collins-Transfer zum Nachfolger aufgebaut werden. Dennoch müsste wohl ein weiterer Linksverteidiger her. „Im Mittelfeld werden wir etwas fürs Zentrum machen", sagt der SCP-Sportchef und hat dabei einen variablen Spieler im Blick, der die Positionen sechs, acht und zehn besetzen kann. „Und wir holen sicher einen Stürmer", so Krösche. Ob Bernard Tekpetey zurück zum FC Schalke geht, wird sich bis zum Wochenende entscheiden. Bis dahin könnten die Knappen den Ghanaer für 1,5 Millionen Euro verpflichten. „Bislang liegt uns aber keine Anfrage vor", berichtet Krösche. Exakt dies gelte auch für alle anderen SCP-Akteure. Ungeklärt ist noch die Zukunft der vier Leihspieler Julius Düker (Eintracht Braunschweig), Phillip Tietz (Carl-Zeiss Jena), Felix Drinkuth (SF Lotte) und Luca Pfeiffer (VfL Osnabrück). Zumindest bei Düker und Tietz deutet aber vieles darauf hin, dass das Leihgeschäft jeweils verlängert wird. Braunschweig und Jena haben jedenfalls bereits erklärt, dass sie die SCP-Stürmer gerne behalten würden. Auf Markus Krösche und Martin Przondziono wartet somit viel Arbeit. Und so wird in dieser Transferperiode wohl maximal ein Kurzurlaub drin sein.

realisiert durch evolver group