Ein Edeltechniker mit Übersicht: Sebastian Vasiliadis ist im zentralen Mittelfeld des SC Paderborn eine feste Größe. - © fotoideen.com, w.hiegemann
Ein Edeltechniker mit Übersicht: Sebastian Vasiliadis ist im zentralen Mittelfeld des SC Paderborn eine feste Größe. | © fotoideen.com, w.hiegemann

SC Paderborn Vasiliadis ist der Senkrechtstarter des SC Paderborn

Der 21-Jährige mit dem Spitznamen "Vasi" galt als Mann für die Zukunft. Doch nun zählt er bereits zu den absoluten Leistungsträgern

Paderborn. Als Sebastian Vasiliadis im vergangenen Sommer beim SC Paderborn anheuerte, war ein Stammplatz eigentlich weit weg. Die Konkurrenz im zentralen Mittelfeld war riesig. Für die Sechserposition standen Robin Krauße und Klaus Gjasula zur Verfügung. Für den etwas offensiveren Part konnte Chefcoach Steffen Baumgart auf Philipp Klement und Marlon Ritter setzen. Und so galt der damals 20 Jahre alte Neuzugang vom VfR Aalen eher als talentierter Perspektivspieler. Doch nun glänzt der Mann für die Zukunft bereits in der Gegenwart. Wenn der SC Paderborn an diesem Sonntag, 17. März, den FC Ingolstadt (Anstoß 13.30 Uhr, Benteler-Arena) empfängt, wird Vasiliadis in der Startelf stehen – und das zum 15. Mal in den vergangenen 16 Spielen. „Es war sicher nicht zu erwarten, dass Vasi so durchstartet. Aber er hat halt die Qualität und auch in schwierigen Situationen den Mut, etwas zu probieren. Wir können mit ihm mehr als zufrieden sein“, lobt Steffen Baumgart seinen spielstarken Rotschopf, der beim Saisonstart in Darmstadt noch nicht einmal im Kader gestanden hatte. Dann verließ Robin Krauße den SCP Richtung Ingolstadt. Klaus Gjasula sprang prima in die Bresche. Doch Vasiliadis wusste bei seinen ersten Kurzeinsätzen gleich zu überzeugen. Beim 5:3-Sieg in Köln bereitete er den Treffer zum 4:3 vor. Eine Woche später trug er sich als Joker beim 4:4 gegen Magdeburg erstmals in die Torschützenliste ein. Und seit dem zehnten Spieltag (0:0 gegen Union Berlin) hat „Vasi“ einen Stammplatz sicher. Sein Marktwert hat sich bereits verfünffacht „Ich wusste bei meinem Wechsel, dass es schwer wird, Spielzeit zu bekommen. Aber ich bin geduldig geblieben, habe auf meine Chance gewartet und hatte sicher auch das nötige Glück“, erklärt der 21-Jährige, der mit seiner Übersicht und feinen Technik ideal zur SCP-Spielphilosophie passt. „Die Mannschaft macht es einem einfach, denn hier will jeder den Ball. Ich habe es in meiner Karriere schon anders erlebt: Dann hast du den Ball und bist die ärmste Sau auf dem Platz“, sagt Vasiliadis, der schon drei Tore und sieben Assists verbuchte. Sein Marktwert hat sich seit seinem Wechsel verfünffacht und liegt nun bei rund 1,5 Millionen Euro. Daher ist es wenig verwunderlich, dass der SCP dem 1,77 Meter großen Mittelfeldspieler noch in der Hinrunde eine Vertragsverlängerung anbot. Vasiliadis nahm an und unterschrieb kurz vor Weihnachten für ein weiteres Jahr bis Juli 2021. „Paderborn ist einfach ein gutes Pflaster für junge Spieler. Hier hast du ein relativ ruhiges Umfeld, in dem du dich super entwickeln kannst“, betont der von der Ostalb stammende SCP-Akteur, der sich auch privat in seiner neuen Heimat pudelwohl fühlt. Vasiliadis drückt seinem Ex-Klub Aalen die Daumen In der Länderspielpause wird es ihn dennoch wohl in die Ostalb ziehen, um Familie und Freunde zu besuchen. Zudem schaut „Vasi“ weiterhin ganz genau hin, was der VfR Aalen macht. „Ich fiebere und leide mit“, sagt der 21-Jährige mit Blick auf seinen Ex-Klub, der in der 3. Liga derzeit die Rote Laterne inne hat. Doch mit einem sensationellen 3:0-Sieg in Karlsruhe sendete der VfR am Mittwoch ein Lebenszeichen. Dieses Ergebnis sollte dem SC Paderborn Warnung genug sein, denn auch beim kommenden Gegner FC Ingolstadt handelt es sich um ein Schlusslicht. „Ich erwarte ein offenes Spiel. Ingolstadt hat sehr viel Qualität“, urteilt Vasiliadis. Zumindest auf dem Platz wird es hierbei kein Wiedersehen mit Robin Krauße geben. Der Ex-Paderborner fehlt wegen einer Gelb-Rot-Sperre. Klaus Gjasula dürfte beim SCP unterdessen auf der Bank Platz nehmen. Sebastian Vasiliadis aber wird als einstige „Nummer drei“ wieder in der Anfangsformation stehen.

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