Glücklos: Sven Michel (l.), der sich hier ein Duell mit dem Auer Louis Samson liefert, hätte Paderborn am Samstag in Führung bringen können. Doch auch der SCP-Stürmer ging leer aus. - © imago images / Picture Point
Glücklos: Sven Michel (l.), der sich hier ein Duell mit dem Auer Louis Samson liefert, hätte Paderborn am Samstag in Führung bringen können. Doch auch der SCP-Stürmer ging leer aus. | © imago images / Picture Point

SC Paderborn Der Offensiv-Motor des SC Paderborn stottert

Der Aufsteiger erzielte in den vergangenen drei Partien nur zwei Treffer, denn die gewohnte Durchschlagskraft fehlte

Paderborn. Die zurecht so hochgelobte Offensive des SC Paderborn hat derzeit Ladehemmungen. In den vergangenen drei Spielen in Magdeburg (1:1), gegen St. Pauli (0:1) und in Aue (1:2) erzielte der Zweitliga-Aufsteiger lediglich zwei Tore – und die reichten nur zu einem Punkt. „Das ist ärgerlich, denn in allen drei Spielen hatten wir die Möglichkeit, mit 1:0 in Führung zu gehen. Und wir reden da von glasklaren Chancen", sagt Steffen Baumgart. „Es wäre aber zu einfach, zu sagen, dass uns nur das nötige Glück gefehlt hat", ergänzt der SCP-Coach. Denn wenngleich Laufbereitschaft und Einsatzwillen auch in den besagten drei Partien erneut stimmten, mangelte es bei zahlreichen Offensivaktionen an der letzten Konsequenz. Oftmals wurden die falschen Entscheidungen getroffen. Topscorer Klement ist kaum zu ersetzen „Wir haben derzeit das Problem, dass wir den letzten Pass meist nicht an den Mann bringen", urteilt SCP-Routinier Uwe Hünemeier. Es ist wohl kein Zufall, dass Philipp Klement in den drei Spielen gefehlt hat – abgesehen von seiner Einwechslung in Aue. Marlon Ritter hat ihn zwar mehr als ordentlich vertreten. Doch ein Topscorer, der ligaweit der beste Mittelfeldspieler der Hinrunde war, ist halt kaum zu ersetzen. Gerade in Aue fehlte zudem die Durchschlagskraft auf den offensiven Außenbahnen. Und auch der in dieser Saison so stark aufspielende Sebastian Vasiliadis war im zentralen Mittelfeld nicht so präsent wie gewohnt. Letztlich war der Auftritt im Erzgebirge aber einmal mehr ein Spiel, in dem sich der SCP auch von härtesten Nackenschlägen nicht unterkriegen ließ. Nach der Roten Karte für Uwe Hünemeier spielten die Paderborner eine Halbzeit lang weiter mutig nach vorne. Auch nach dem 0:2 ließ niemand den Kopf hängen, so dass der SCP nach dem Anschlusstreffer die Chance zum Lucky Punch hatte. "Eine Talsohle ist doch ganz normal" „Wenn wir schlechten Fußball spielen oder nicht kämpfen würden, hätte ich Bedenken. Wir hatten in den letzten Spielen einfach auch viel Pech. Aber Glück kann man sich ja erarbeiten", kommentiert SCP-Stürmer Michel die aktuelle Durststrecke. Ohnehin ist es erstaunlich, dass Paderborn als Aufsteiger erst zu so einem späten Zeitpunkt der Saison erstmals zwei Niederlagen in Folge kassierte. „Eine Talsohle ist doch ganz normal. Auch das gehört zur Entwicklung einer Mannschaft", sagt Sport-Geschäftsführer Markus Krösche. In der vergangenen Saison hatte sich der SCP im Februar und März sogar sechs sieglose Pflichtspiele in Folge geleistet, um dann im Saisonendspurt gewaltig aufzudrehen. Diesmal würden den Verantwortlichen sicherlich auch drei sieglose Partien in Serie reichen.

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