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SCP-Coach Steffen Baumgart (r.) und Stürmer Sven Michel. - © Marc Köppelmann
SCP-Coach Steffen Baumgart (r.) und Stürmer Sven Michel. | © Marc Köppelmann

SC Paderborn SCP-Stürmer Michel wird für seinen Fleiß belohnt

Der Stürmer spult 12,3 Kilometer ab - mehr als jeder andere Spieler auf dem Platz

Frank Beineke
11.02.2019 | Stand 10.02.2019, 20:04 Uhr

Bochum. Beim ersten Pflichtspiel des Jahres hatte Sven Michel 55 Minuten lang auf der Bank gesessen. Der SC Paderborn verlor 0:2 in Regensburg. Doch in der Englischen Woche stellte der 28-jährige Angreifer eindrucksvoll unter Beweis, wie wertvoll er für den Zweitliga-Aufsteiger ist. Bei den Siegen gegen Fürth (6:0), in Duisburg (3:1) und am Samstag in Bochum (2:1) gelangen Michel insgesamt drei Tore und vier Assists. Und auch im Spiel beim VfL war sich der agile SCP-Stürmer für keinen Weg zu schade. Am Ende hatte Michel 12,3 Kilometer abgespult - mehr als jeder andere Spieler auf dem Platz. Und wer viel läuft, wird auch belohnt. So setzte Michel in der Nachspielzeit der ersten Hälfte vorbildlich nach, als sich VfL-Verteidiger Dominik Baumgartner einen fatalen Patzer leistete. Der Paderborner nutze diesen für sein neuntes Zweitliga-Tor der Saison. "So ab der 75. Minute habe ich dann doch ein wenig meine Beine gespürt", gab Michel zu. Einigen Teamkollegen erging es wohl ähnlich. Auch deshalb wurden diverse Konter nicht gut genug ausgespielt. "Da müssen wir abgeklärter sein", bemängelte Michel. Mit einem vorbildlichen Einsatzwillen rettete der SCP jedoch den 2:1-Vorsprung über die Zeit. "Ich hoffe, der Chef gibt uns jetzt mal ein paar Tage frei", witzelte Michel und wusste vermutlich, dass dies nur ein frommer Wunsch war. Steffen Baumgarts Konter folgte jedenfalls prompt. "Der Michel kann fordern, was er will", frotzelte der SCP-Coach, "am Montag geht's weiter. Ein freier Tag muss reichen!"

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