Ungerechte Behandlung: Bernard Tekpetey sah bei der Partie in Duisburg durchaus Gesprächsbedarf mit dem Linienrichter. Foto: Imago - © imago/MaBoSport
Ungerechte Behandlung: Bernard Tekpetey sah bei der Partie in Duisburg durchaus Gesprächsbedarf mit dem Linienrichter. Foto: Imago | © imago/MaBoSport

SC Paderborn Paderborns Tekpetey ist "Man of the Match"

Im Pokalduell der Zweitligisten MSV Duisburg und SC Paderborn setzen die Ostwestfalen ganz klar die Akzente

Hartmut Kleimann
06.02.2019 | Stand 06.02.2019, 15:47 Uhr

Paderborn. Ohne Zweifel ist auch die nicht gerade ideale Anstoßzeit von 20.45 Uhr ein Grund dafür, dass auch am Tag nach dem Pokaltriumph des SC Paderborn beim MSV Duisburg Spieler, Trainerstab und auch die Fangemeinde noch ein wenig in Feierlaune waren, denn am Abend zuvor bot sich dazu nicht mehr sehr viel Gelegenheit. Es sein denn, man hatte die Chance, die Nacht zum Tag zu machen. So freuten sich das Kollektiv auch noch am Mittwoch über den Einzug in das Viertelfinale des DFB-Pokals, "denn das ist ja keine Tradition, dass wir zum zweiten Mal in Folge in die Runde der letzten Acht einziehen. Dann dürfen sich alle auch mal freuen", sagte dazu Trainer Steffen Baumgart. Diese Freude wird sicher auch noch ein wenig andauern, befeuert durch den Spannungsbogen, der sich noch bis Sonntag aufbaut. Dann nämlich werden im Fußballmuseum in Dortmund die Viertelfinalpaarungen ausgelost. Dabei wird Handball-Nationalspieler Fabian Böhm in der ARD-Sportschau (ab 18.15 Uhr) hoffentlich ein gutes Händchen haben, um dem SC Paderborn einen attraktiven Gegner zu bescheren. Unabhängig davon zeigte sich der Trainer mit den 90 Pokalminuten sehr zufrieden. Auch mit der ersten Halbzeit, als seine Elf das Spiel zwar dominiert hatte, aber in der einen oder anderen Szene nicht so zum Abschluss gekommen war, wie es dann im zweiten Abschnitt klappte. "Die Jungs haben aber zumindest den Abschluss gesucht, wobei der Gegner in der Anfangsphase auch gut aufgepasst hat", befand Baumgart, der das darauf zurückführt, dass "die Mannschaft noch nicht so abgezockt ist und sich auch den einen oder anderen Fehler erlaubt. Das ist ja auch ganz gut so, denn wäre alles perfekt, dann könnten wir als Trainerteam ja gleich aufhören", sieht er den einen oder anderen Lapsus auch als Jobgarantie für sich selbst. Zufrieden war - zumindest nach dem Schlusspfiff - auch Bernard Tekpetey. Der hatte mit einem satten Pfund in der 52. Minute fast umgehend die Duisburger Führung ausgeglichen und war zum Lohn später zum "Man of the Match" ausgezeichnet worden. Im Spiel selbst fühlte sich der Ghanaer in einigen Situationen vom Schiedsrichtergespann ungerecht behandelt. Früh hatte er Gelb gesehen und sich im zweiten Abschnitt noch das eine oder andere kleine Foul erlaubt. Der 21-Jährige lief also Gefahr, sogar Gelb-Rot zu kassieren. "Deshalb haben wir Bernard vorsichtshalber ausgewechselt. Aber leider wird auf dem Platz oft mit zweierlei Maß gemessen", ärgerte sich Baumgart. Denn Regensburg habe im Ligaspiel so ziemlich alles "weg gekloppt" und dafür kein Gelb gesehen und in Duisburg habe das Schiedsrichtergespann dann eine ganz andere Messlatte angelegt. Aber auch dieser Ärger war im Freudentaumel über den Viertelfinaleinzug schnell vergessen. Ab heute steht ohnehin das nächste Ligaspiel am Samstag beim VfL Bochum im Mittelpunkt und nebenbei im Hinterkopf gibt's auch noch die Auslosung am Sonntag.

realisiert durch evolver group