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Paderborn SC Paderborn setzt auch in Köln auf Angriffslust

Angriff ist die beste Verteidigung

Frank Beineke
14.09.2018 | Stand 13.09.2018, 22:30 Uhr

Paderborn. Die letzten Aufeinandertreffen zwischen dem SC Paderborn und dem 1. FC Köln hatte es in der Erstliga-Saison 2014/2015 gegeben. Beide Partien endeten damals 0:0. Wenn es an diesem Sonntag um 13.30 Uhr im Kölner Rheinenergie-Stadion in der 2. Fußball-Bundesliga zu einer Neuauflage dieses NRW-Duells kommt, würde auch SCP-Innenverteidiger Christian Strohdiek nicht allzu viel Geld auf eine erneute Nullnummer setzen. "Der Fußball hat sich bei beiden Mannschaften inzwischen deutlich geändert", urteilt Paderborns Kapitän. Denn ebenso wie SCP-Aufstiegscoach Steffen Baumgart setzt auch Kölns neuer Trainer Markus Anfang auf einen attraktiven Offensivfußball und auf die Devise "Agieren statt reagieren". Beide Teams attackieren früh und sind stets um spielerische Lösungen bemüht. Mit dieser Art von Fußball dominierte der SC Paderborn in der vergangenen Saison die 3. Liga. Erstliga-Absteiger 1. FC Köln wird derweil seiner Rolle als Aufstiegs-Topfavorit bislang vollauf gerecht. Das Geißbock-Team führt die Tabelle an und schoss 20 Tore in fünf Pflichtspielen. Das ist für den SC Paderborn aber kein Grund, von der bewährten Spielweise abzurücken. "Wir setzen auch in Köln auf Angriffsfußball", verspricht Strohdiek, "denn dieser Fußball hat uns dahin gebracht, wo wir jetzt sind." Ein Spiel vor 50.000 Zuschauern in Köln sei hierbei auch der Lohn für die bislang geleistete Arbeit. "Wir haben in der vergangenen Saison immer wieder darüber gesprochen, wie toll es ist, in solchen Stadien zu spielen", berichtet der SCP-Kapitän und fügt an: "Die Stimmung und die Atmosphäre sind in Köln stets großartig. Wir freuen uns riesig auf das Spiel am Sonntag." Für den Großteil der Paderborner Kicker wird es der erste Auftritt im Rheinenergie-Stadion sein. Christian Strohdiek sammelte dagegen bereits reichlich Erfahrung. In den vergangenen sechs Duellen gegen den 1. FC Köln spielte der 30-Jährige fünf Mal über die volle Distanz. An den 9. Februar 2014 hat Strohdiek besonders gute Erinnerungen. Am besagten Tag gewann der SCP beim damaligen Zweitliga-Spitzenreiter durch ein Freistoßtor von Alban Meha mit 1:0. Es war eine Initialzündung für den späteren Erstliga-Aufstieg. "Auch damals hat keiner mit uns gerechnet. Es wäre schön, wenn bei uns am Sonntag erneut hinten die Null steht", so Strohdiek. Der SCP-Innenverteidiger ist in dieser Hinsicht guter Dinge, wenngleich Köln mit Simon Terodde derzeit den erfolgreichsten Torjäger der 1. und 2. Liga stellt. In den vergangenen drei Pflichtspielen netzte "T-Rod" satte neun Mal ein. "Simon hat gerade in der Box eine große Qualität. Aber Köln hat nicht nur Terodde, sondern viele Jungs mit Erstliga-Qualitäten. Wir wollen jedoch mit unserem starken Kollektiv unsere Trümpfe ausspielen", sagt Strohdiek und hofft, dass sein Team am Sonntag zum vierten Mal in Folge keinen Gegentreffer gegen den 1. FC Köln kassiert. Dann würde sich noch eine weitere Serie fortsetzen: So blieb Terodde in seinen sieben Spielen gegen den SCP bislang ohne Torerfolg.

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