Urschrei nach der Torpremiere: Sven Michel bejubelt seinen ersten Saisontreffer. - © Marc Köppelmann
Urschrei nach der Torpremiere: Sven Michel bejubelt seinen ersten Saisontreffer. | © Marc Köppelmann

SC Paderborn Michel schießt das erste Stürmertor für den SC Paderborn

Die Effektivität lässt dennoch zu wünschen übrig

Frank Beineke

Paderborn. Die Offensive des SC Paderborn liefert auch in Liga zwei. In den vergangenen vier Pflichtspielen schoss der Aufsteiger jeweils zwei Tore. Mit fünf Punkten aus vier Ligaspielen und dem DFB-Pokal-Erfolg gegen Ingolstadt ist der Saisonstart gelungen. Noch dazu zeigt der SCP den Offensivfußball, mit dem er vergangene Saison die 3. Liga dominiert hatte. Doch oftmals mangelt es noch an der nötigen Effektivität. Auch beim höchst unterhaltsamen 2:2 gegen den VfL Bochum hätte für die Hausherren am Freitagabend mehr herausspringen können. Das Torschuss-Verhältnis von 21:5 spricht Bände. „Wir haben viele Kontermöglichkeiten liegen lassen. Wir spielen es manchmal zu kompliziert", bemängelte SCP-Sport-Geschäftsführer Markus Krösche. „Das ist der nächste Schritt, den wir machen sollten. Wir müssen unsere Chancen besser ausspielen und diese dann auch nutzen", ergänzte Mittelfeldregisseur Philipp Klement, der am Freitag bereits seinen dritten Saisontreffer erzielte. Michel erzielt nach Vorarbeit von Ben Zolinski die 2:1-Führung Ein Paderborner Stürmertor hatte es dagegen bis zum Bochum-Spiel noch nicht gegeben. Doch Sven Michel brach den Bann. In der 54. Minute erzielte er am Freitag nach Vorarbeit von Ben Zolinski die 2:1-Führung. „Es ist schön, dass Sven mal wieder getroffen hat", freute sich Klement für seinen Teamkollegen. Auch nach dem 2:1 gingen die Hausherren volles Risiko. „Die Jungs bleiben bei ihrer Marschroute. Sie spielen weiter nach vorne und wollen das dritte Tor machen", konstatierte Chefcoach Steffen Baumgart. „Wir haben auch heute gezeigt, dass wir kein typischer Aufsteiger sind. Wir geben 90 Minuten Vollgas", urteilte Sven Michel und fügte an: „Das zehrt natürlich an den Kräften. Aber wir konnten auch gegen Bochum in der Schlussphase gut dagegenhalten." Der Topscorer der vergangenen Drittliga-Spielzeit ist guter Dinge, dass die intensive Spielweise auch langfristig nicht zu Ermüdungserscheinungen führen wird. „Vergangene Saison haben wir solche Leistungen 38-mal abgerufen. Und in dieser Saison werden wir das wieder tun", betont ein selbstbewusster Sven Michel. Neuzugang Babacar Guèye wird den Konkurrenzkampf im Sturm erhöhen Es gibt gute Gründe dafür, dass sich die SCP-Offensivabteilung weiter steigern wird. Einem Marlon Ritter wird die Länderspielpause mit den nun folgenden Testspielen gut tun, um seinen Rhythmus zu finden. Tobias Schwede zeigte gegen Bochum nach der Einwechslung seine bislang beste Saisonleistung. Bernard Tekpetey agiert noch zu ungestüm, hat aber viel Potenzial. Ben Zolinski empfahl sich in der zweiten Hälfte des Bochum-Spiels für weitere Startelf-Nominierungen. Julius Düker deutete bei seinen Kurzeinsätzen durchaus seine Torgefahr an. Und Last-Minute-Neuzugang Babacar Guèye wird den Konkurrenzkampf im Sturm weiter erhöhen. In dieser Woche stehen nun die Testspiele gegen die „Warsteiner-Topelf" (Mittwoch, 5. September, um 18.30 Uhr in Suttrop) und gegen Nordost-Regionalligist Viktoria Berlin (Freitag, 7. September, 17 Uhr in Langlingen) auf der Agenda. Freunde des gepflegten Offensivfußballs sollten sich den 16. September dick im Kalender anstreichen. Am besagten Sonntag gastiert der SCP beim Zweitliga-Spitzenreiter 1. FC Köln. Und der kommt in dieser Saison sogar schon auf satte 20 Pflichtspiel-Treffer.

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