Philipp Klement im Jubel nach dem 2:0 Siegtreffer gegen Regensburg. - © Wilfried Hiegemann
Philipp Klement im Jubel nach dem 2:0 Siegtreffer gegen Regensburg. | © Wilfried Hiegemann

SC Paderborn Klement ist der Taktgeber beim SC Paderborn

Frank Beineke

Paderborn. Bei der 0:1-Auftaktniederlage in Darmstadt hatte sich der SC Paderborn in der Offensive noch ungewohnt harmlos präsentiert. Doch am Freitagabend kam der Zweitliga-Aufsteiger mit seinem schnellen Umschaltspiel zu zahlreichen Torchancen und einem hochverdienten 2:0 (1:0)-Heimsieg gegen Jahn Regensburg. Bester Mann auf dem Platz war dabei Paderborns Mittelfeldregisseur: Philipp Klement krönte seine bärenstarke Leistung in der 62. Minute mit einem wunderschönen Treffer zum 2:0-Endstand. Zuvor hatte mit Klaus Gjasula der „Sechser" des SCP für das 1:0 (31.) gesorgt. Die beiden Torschützen aus der Mittelfeld-Zentrale hatten nicht nur wegen ihrer Treffer vollauf überzeugt. So gewann Gjasula stolze 81 Prozent seiner Zweikämpfe, um gleichzeitig mit einem gekonnten Pass-Spiel aufzuwarten. „Klaus hat heute gezeigt, warum wir ihn geholt haben", erklärt SCP-Sport-Geschäftsführer Markus Krösche mit Blick auf den 28-jährigen Neuzugang aus Halle, der beim Saisonstart noch auf der Bank gesessen hatte. „Aber schon da war es eine sehr knappe Entscheidung", sagt Krösche mit Blick auf das Duell zwischen Gjasula und Robin Krauße. Letztgenannter steht seit Mittwoch in Diensten des FC Ingolstadt. Und so ist Gjasula nun als Sechser gesetzt. „Klaus hat einfach seine guten Leistungen aus der Vorbereitung bestätigt", lobt Chefcoach Steffen Baumgart den Mann mit dem markanten Kopfschutz. Und auch Philipp Klement ist in dieser Verfassung eine feste Größe im SCP-Mittelfeld. Der ehemalige Mainzer, der in der Rückrunde der vergangenen Drittliga-Saison noch oft auf der rechten Außenbahn gespielt hatte, glänzte gegen Regensburg als genialer Taktgeber. "Zu viele einfache Fehler gemacht" „Es ist meine Aufgabe, die Bälle zu verteilen. Und im Moment gelingt mir das ganz gut", bilanziert Klement. Seine Mitspieler machten es ihm am Freitag allerdings auch nicht allzu schwer. Sowohl die Stürmer Michel und Tekpetey als auch die pfeilschnellen SCP-Akteure auf den Außenbahnen waren stets anspielbereit. Und obwohl bei weitem nicht alles rund lief, stellten die Paderborner ihr enormes Offensivpotenzial unter Beweis. Die Hausherren attackierten früh, standen hoch und kamen durch schnelle Balleroberungen zu diversen Großchancen. Allein das Ausspielen der vielversprechenden Kontermöglichkeiten und der Abschluss ließen zu wünschen übrig. „Wir haben noch zu viele einfache Fehler gemacht", moniert Krösche. „Wir hatten einige gute Konter, die wir ruhiger spielen müssen. Das ist ein Punkt, an dem wir ansetzen müssen", sagt Klement mit Blick auf die anstehenden Aufgaben. Dabei wartet am kommenden Montag, 20. August, zunächst einmal das DFB-Pokal-Heimspiel gegen den FC Ingolstadt (18.30 Uhr, Benteler-Arena). Dann kommt es zum Wiedersehen mit Robin Krauße. Der ehemalige SCP-Spieler dürfte seine neuen Teamkollegen eindringlich vor den Offensiv-Qualitäten seines Ex-Teams warnen. Denn die scheinen auch in Liga zwei zu funktionieren.

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