Jubel übers 1:0: Gjasula (r.) hat nach seinem Tor den Helm abgenommen. Schonlau (l.) und Dräger gratulieren zum ersten Treffer in Liga zwei. - © Wilfried Hiegemann
Jubel übers 1:0: Gjasula (r.) hat nach seinem Tor den Helm abgenommen. Schonlau (l.) und Dräger gratulieren zum ersten Treffer in Liga zwei. | © Wilfried Hiegemann

Paderborn Gjasula macht den Weg frei

Ein Tor des Zweitliga-Debütanten bringt den Aufsteiger im Heimspiel gegen Regensburg in die Erfolgsspur. Am Ende steht ein hochverdienter 2:0-Erfolg für die spielstarken Hausherren zu Buche

Frank Beineke

Paderborn. Der SC Paderborn hatte exakt die richtige Antwort auf die 0:1-Auftaktpleite in Darmstadt parat. Im ersten Heimspiel der Saison feierte der spielerisch und kämpferisch überzeugende Zweitliga-Aufsteiger am Freitagabend einen hochverdienten 2:0 (1:0)-Erfolg gegen den SSV Jahn Regensburg. „Es war ein Sieg der Mentalität, denn wir haben gegen einen Gegner gewonnen, der ebenfalls sehr intensiv zu Werke geht und den Fußball spielt, den ich mir vorstelle", urteilte SCP-Coach Steffen Baumgart. Dieser hatte seine Startelf im Vergleich zum Darmstadt-Spiel auf zwei Positionen verändert. Schalke-Neuzugang Tepketey rückte für Tietz in den Sturm. Gjasula gab für den nach Ingolstadt abgewanderten Krauße den Sechser und feierte damit sein Zweitliga-Debüt. Und ausgerechnet der Mann mit dem markanten Helm sollte für den ersten Torjubel sorgen. In der 31. Minute köpfte Gjasula eine Klement-Ecke aus acht Metern wuchtig ins rechte Eck. „Dieser Standard hat den Knoten geöffnet", kommentierte der überragende SCP-Mittelfeldregisseur Philipp Klement den Führungstreffer. Bis zum besagten 1:0 hatten die 9.458 Zuschauer in der Benteler-Arena eine temporeiche, aber ereignisarme Partie gesehen. Regensburg spielte in den Anfangsminuten ein beeindruckendes Pressing, überließ dann aber zusehends den Hausherren die Initiative. Und der SCP hätte kurz nach der Führung nachlegen müssen. Zunächst schickte der agile Tepketey seinen Teamkollegen Antwi-Adjei auf die Reise. Dessen Schuss wurde von Jahn-Keeper Pentke abgewehrt und den schwer zu verarbeitenden Abpraller setzte Michel übers Tor (37.). Keine zwei Minuten später ging Tepketey bei einem Konter auf und davon, doch der von Sörensen bedrängte und leicht festgehaltene 20-Jährige legte sich den Ball zu weit vor. Kurz vor der Pause setzten dann auch die Regensburger erste Offensivakzente. Und die hatten es in sich. Nach einer Ecke köpfte Correia aufs Tor der Hausherren. Der Jahn-Verteidiger hatte schon den Torschrei auf den Lippen, doch SCP-Novize Dräger stand goldrichtig und klärte den Ball ebenfalls per Kopf zur nächsten Ecke. In Minute 45 parierte Paderborns Torwart Zingerle dann einen strammen Schuss von Grüttner. Und so ging es mit einer verdienten Führung der Gastgeber in die Kabinen. Nach der Pause hatte Paderborn viel Platz zum Kontern. So stand Michel nach einem langen Tepketey-Pass frei vor Pentke, doch der SCP-Angreifer fand im Regensburger Schlussmann seinen Meister (58.). Eben jener Michel eroberte in Minute 62 nach einem Lais-Patzer den Ball und spielte auf Klement. Der Paderborner Edeltechniker vernatzte noch einen Regensburger und schlenzte die Kugel dann unnachahmlich ins rechte obere Eck. Anschließend mussten die Hausherren einige bange Momente überstehen, in denen der Jahn auf den Anschlusstreffer drängte. Riesenglück hatte der SCP in der 63. Minute, als Adamyan den Ball an den Innenpfosten setzte. Unterm Strich aber geriet der Heimsieg nicht mehr in Gefahr, wenngleich der eingewechselte Hünemeier drei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit noch mit einer gekonnten Grätsche das 1:2 verhindern musste. „Die Jungs haben das heute richtig gut gemacht. Sie haben den Kampf angenommen und sich viele Chancen rausgespielt", lobte SCP-Sportchef Markus Krösche sein Siegerteam.

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