Aufgeweckter Typ: Der gebürtige Braunschweiger Julius Düker setzt auch in Paderborn auf ein intaktes Umfeld. - © imago/DeFodi
Aufgeweckter Typ: Der gebürtige Braunschweiger Julius Düker setzt auch in Paderborn auf ein intaktes Umfeld. | © imago/DeFodi

SC Paderborn Düker fühlt sich wohl beim SC Paderborn

Neuzugang ist im Doppelpack mit Tobias Schwede nach Ostwestfalen gewechselt

Hartmut Kleimann

Paderborn. Julius Düker ist neu in Paderborn. Rund drei Wochen nach dem Trainingsauftakt zieht der Offensivspieler ein erstes Fazit: „Ich bin komplett zufrieden", so der Neuzugang vom 1. FC Magdeburg. Das Gesamtpaket SC Paderborn gefalle ihm sehr gut. „Und ich bin glücklich, hier zu sein", sagt er mit einem überzeugenden Ton in der Stimme. Dabei liefert er die Bedingungen für seine positive Stimmungslage gleich mit: „Ich muss mich wohl fühlen", begründet er, dann könne er auch mal aus sich heraus gehen und einen Witz machen. Dass er das drauf hat, zeigt er gleich im Gespräch. An der Stelle, als über seinen ersten Auftritt in der Benteler-Arena gesprochen wird. In der Saison 2015/2016 war das, mit der Eintracht aus Braunschweig. „Ich glaube, das war das erste Spiel von Paderborn unter Effenberg. Da haben wir 0:2 verloren. Hat der überhaupt öfter als einmal gewonnen"?, fragt Düker mit einem verschmitzten Lächeln. Ja, hat er, der Effenberg. Nämlich zwei Mal. Das erste gegen Braunschweig und noch einmal ein paar Tage später bei Union Berlin. Düker ging also bei seinem ersten Match in der Paderstadt leer aus. In den beiden anschließenden Jahren mit dem 1. FC Magdeburg musste er in der Benteler-Arena bei zwei 1:1-Remis jeweils mit einem Punkt leben. »Egal wer kommt, wir müssen uns vor keinem verstecken« Düker kennt somit die Atmosphäre in der Paderborner Spielstätte schon recht gut. Die wird er dann im Trikot seines neuen Arbeitgebers fortan sehr viel öfter erleben dürfen. „Dabei ist ein guter Start in die Saison für uns als Neuling enorm wichtig", weiß er, wobei ihm der Auftaktgegner ziemlich egal ist. „Egal wer kommt, wir müssen uns vor keinem verstecken, denn es wird eine sehr ausgeglichene Liga sein. Wir werden aber auch nicht unterschätzt werden", glaubt er. Ein ganz besonderes Spiel wird für den gebürtigen Braunschweiger natürlich das Duell mit dem 1. FC Magdeburg sein. „Darauf freue ich mich schon und ich denke, dass wir da sicher einige Pfiffe kriegen werden", meint er sich und seinen Teamkollegen Tobias Schwede, der quasi mit Düker im Doppelpack nach Ostwestfalen gewechselt ist. Wobei beide zunächst nichts vom Deal des anderen wussten. „Ich glaube, ich habe früher in Paderborn unterschrieben, aber der Wechsel von Tobi ist eher bekanntgegeben worden. Auch er hat das mir gegenüber gut geheim gehalten", verrät Düker und fügt an, dass „wir uns dann doch sehr gefreut haben, weil wir uns auch auf und neben dem Platz sehr gut verstehen." Hilfreich sei es für ihn bei seinem Start in Paderborn auch gewesen, dass „ich Leopold Zingerle schon aus Magdeburg kenne und mit Phillip Tietz auch schon in Braunschweig zusammengespielt habe." »Das Umfeld muss einfach passen« Julius Düker scheint also in Paderborn schon heimisch geworden zu sein. „Das Umfeld muss einfach passen", begründet er. Und damit das passt, „brauche ich auch mal zwei, drei Leute, mit denen ich mich auch über ernstere Dinge unterhalten kann. Und eine schöne Wohnung, ich der ich mich zu Hause fühle und in der ich mich so richtig fallen lassen kann." Auch das Trainerteam spiele eine wichtige Rolle, „denn in diesem Job muss man schon gerne zum Training kommen", erklärt der SCP-Novize. Das tut er – und so ist der 22-Jährige guter Dinge, dass er sich als Teil des Projekts Paderborn als Fußballer und als Typ weiterentwickeln kann.

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