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Zeigt klare Kante: Ex-Präsident Wilfried Finke. - © Marc Köppelmann
Zeigt klare Kante: Ex-Präsident Wilfried Finke. | © Marc Köppelmann

SC Paderborn Finke: Wechsel von Markus Krösche zum HSV soll nie ernsthaft Thema gewesen sein

Der Geschäftsführer Sport bleibt den Ostwestfalen erhalten - trotz einer HSV-Anfrage

Werner Schulte
28.05.2018 | Stand 28.05.2018, 07:09 Uhr

Paderborn. Der zwischenzeitliche Aufreger ist vom Tisch. Markus Krösche (Vertrag bis Sommer 2022) bleibt dem Zweitliga-Aufsteiger SC Paderborn als Geschäftsführer Sport erhalten. Laut Informationen der Bild-Zeitung wird Ralf Becker von Holstein Kiel neuer Sportvorstand beim Hamburger SV. Der Aufsichtsrat des Bundesligaabsteigers soll sich am Samstag für den 47-jährigen Sportchef vom in der Relegation gescheiterten Tabellendritten der 2. Liga ausgesprochen haben. Erst am heutigen Montag wird mit einer offiziellen Bestätigung des HSV gerechnet. Noch am Samstag war dessen vermeintlicher Konkurrent aus Paderborn in diversen Online-Foren als Favorit auf diesen Posten gehandelt worden. Laut Paderborns Ex-Präsident hat es ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden Kandidaten allerdings nie gegeben. Wechsel sei zu keinem Zeitpunkt ein ernsthaftes Thema gewesen Wilfried Finke, der als Vereinschef am 12. Mai von seinem Amt zurückgetreten war, bestätigte am Sonntag, dass ein Wechsel von Markus Krösche an die Alster "für uns zu keinem Zeitpunkt" ein ernsthaftes Thema gewesen sei. Auch ein angebliches Ultimatum, demzufolge der SCP-Manager angesichts seiner beruflichen Zukunft spätestens bis Sonntag klare Kante hätte zeigen müssen, ist laut Finke völlig aus der Luft gegriffen. "Uns verbindet ein außergewöhnliches Vertrauensverhältnis", so der Möbel-Unternehmer, deshalb sei eine solche Vorgehensweise überhaupt nicht vorstellbar. Darüber hinaus bestätigte Finke jedoch, dass es vom Hamburger SV vor einiger Zeit eine entsprechende Anfrage gegeben habe. Obwohl die Entscheidung, Markus Krösche auf gar keinen Fall ziehen lassen zu wollen, "von Vornherein feststand", habe er sich nach seinem Rücktritt vom Präsidentenamt als "Verhandlungsführer einfach mal angehört, was dort so angeboten wird". In Wahrheit habe es jedoch überhaupt nichts zu verhandeln gegeben, so Wilfried Finke, der an sich auch keinerlei Zweifel an Krösches grundsätzlicher Vertragstreue gehegt hatte. In den weiteren Planungen des SC Paderborn spiele der 37-Jährige auch weiterhin "eine zentrale Rolle und das nicht nur als Sportdirektor", sagt Finke. Morgen wird beim SC Paderborn im Zuge einer außerordentlichen Mitgliederversammlung über die Ausgliederung der Profiabteilung in eine Kapitalgesellschaft abgestimt. Dafür würde dann auch ein Geschäftsführer benötigt.

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