Zurück in seinem Revier: Präsident Wilfried Finke (l.) mit den Vizepräsidenten Dr. Rudolf Christa und Josef Ellebracht. - © Marc Köppelmann
Zurück in seinem Revier: Präsident Wilfried Finke (l.) mit den Vizepräsidenten Dr. Rudolf Christa und Josef Ellebracht. | © Marc Köppelmann

SC Paderborn Finke kehrt lautstark zum SC Paderborn zurück

Der im Mai zurückgetretene Präsident ist wieder in Amt und Würden. Binnen von zwei Jahren soll die Rückkehr in die 2. Liga gelingen

Hartmut Kleimann
Werner Schulte

Paderborn. Mit einer spektakulären Pressekonferenz überraschte der SC Paderborn am Nikolaustag. Der Fußball-Drittligist stellte mit Stefan Emmerling nicht nur einen neuen Chefrainer vor, sondern auch eine komplett neue (alte) Führungsriege. Der im Mai zurückgetretene Präsident Wilfried Finke kehrte ins Amt zurück und auch die beiden ehemaligen Vizepräsidenten Rudolf Christa und Josef Ellebracht sind wieder präsent. Während sich Finke für die „Abteilung Attacke" zuständig fühlt, kümmert sich Christa um die Aufgaben im Tagesgeschäft. Das vorherige Präsidium um Martin Hornberger, der jetzt als Geschäftsführer weiterarbeitet, hatte den Aufsichtsrat zuvor um eine Entbindung von den Posten gebeten. Keine Frage, wie Finkes Worten zu entnehmen war, geht beim SC Paderborn mit sofortiger Wirkung die Post wieder ab. Der Möbelunternehmer übernahm rückblickend „die volle Verantwortung für den Abstieg aus der 2. Liga", auch wenn er nicht alle Fehler zu verantworten habe, es gebe nur wenige Personen, die der Betriebsunfall „so getroffen hat wie mich". Jetzt wolle er den „Schaden gemeinsam mit meinem Team wieder aufarbeiten, denn der Verein ist mein Baby und Teil meiner Lebensleistung", sagte Finke. Dabei will der Möbelunternehmer keine Zeit verlieren. Demnach beginnt schon am kommenden Samstag mit dem Gastspiel beim SC Preußen Münster das Unternehmen einer möglichst raschen Rückkehr in die 2. Fußball-Bundesliga. Laut Aussage des 65-Jährigen will der SCP in spätestens zwei Jahren dort wieder mitmischen. „Das gelingt uns aber nur, wenn wir ab sofort alle Kräfte bündeln", so Finke weiter, der zurzeit auch nicht ausschließen will, dass es angesichts der ehrgeizigen Zielsetzung „einige Opfer geben wird". Nach den noch verbleibenden zwei Spielen bis zur Winterpause soll es eine knallharte Analyse geben. Personell nachgerüstet wird zu Beginn des neuen Jahres ohnehin, aber „sollte der Rückstand zu den Spitzenplätzen am 17. Dezember nach dem Heimspiel gegen Osnabrück nur fünf bis sechs Punkte betragen, dann werden wir Spieler mit Zweitliganiveau verpflichten", so der Plan des neuen und alten Präsidenten. Mit Finkes Rückkehr („Ich habe in den 18 Jahren meiner Amtszeit nur einmal keine Bürgschaft unterschrieben und das war, als wir in die 1. Liga aufgestiegen sind") wird sich auch die finanzielle Lage wieder entspannen. Finke bedauerte Martin Hornberger, der in den letzten Monaten „mit wenig Geld auskommen musste und keine finanziellen Spielräume hatte" und dankte seinem Vorgänger für dessen unter schwierigen Umständen geleistete Arbeit. „Jetzt können wir uns finanziell wieder anders bewegen", fügte der Möbelunternehmer an und sprach in diesem Zusammenhang auch von positiven Signalen bei Sponsoren und Geldinstituten.

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